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Zum Nachdenken, hier ein Artikel über die rechtliche Situation von Männern in islamischen polygamen Beziehungen in der Schweiz.

Zitat:

"Doch weniger polygame als viel mehr bigame Beziehungen stellen auch in der Schweiz ein ernst zu nehmendes Integrationsproblem dar. Dabei geht es in erster Linie um den Familiennachzug von anerkannten Flüchtlingen und von Migranten mit Niederlassungsbewilligung, die in ihrer Heimat eine polygame Ehe führen oder aber mit einer Schweizerin und parallel dazu mit einer Frau aus ihrem Heimatland verheiratet sind. Der erste Fall ist äusserst selten, der zweite hingegen recht häufig.
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Hier ein Video-Link zu einem Bericht des ZDF ( "heute" vom 17. April 2009: 'Groupmarriage' und polyamorie in der Niederlanden - Polygamisten-Initiative in Holland). Darin ein Statement von Ageeth Veenemans, die Erwähnung ihres Buches, und die Initiative zur Legalisierung einer mehrfachen Ehe. Insgesamt sehr gelungen. Lediglich die Anmoderation wirkt journalistisch in der Tat nicht so recht professionell....

Poly to English Translations

  • 8. Mär 2009 at 6:49 PM
Hier ein kleines Fundstück, aus einer Art Selbsthilfegruppe
von Leuten, die nicht so gute Erfahrungen mit Polyamory
gemacht haben:

Poly to English Translations

Ein paar Beispiele:


Poly phrase: "I don't use primary/secondary terminology, since I don't see my relationships as hierarchical."

English translation: "You're a secondary." 
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Hier ein neuer Beitrag in unserer beliebten Reihe "Neuigkeiten aus dem journalistischen Gruselkabinett":  Polyamory - Das ist das Ende der Monogamie!, von Heimo Schwilk, Welt Online am 2. März 2003.

Ein paar Sachen frage ich mich da schon:

- Warum illustrieren solche Artikel immer die gleichen blöden Fotos ?! Warum nicht mal ein Bild von Amelia Earhart?

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Neues Webforum auf Beziehungsgarten.net

  • 16. Dez 2008 at 9:08 AM

Nachdem das schon länger bestehende Webforum auf polyamore.de seit einer Weile etwas an Beteiligung verloren hat, hat sich eine Team gebildet, das ein neues Forum ins Leben rief, beziehungsgarten.net. Eine Initiative, die ich durchaus begrüße!

Da auch [info]poly_german einen Forumscharakter hat, kann man drüber nachsinnen, ob das eher unter dem Aspekt des Wettbewerbs oder dem der Synergie zu sehen ist. Ich denke, letztendlich wird die Synergie überwiegen, denn:
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Vertrauen und Schneeballsysteme

  • 15. Dez 2008 at 5:54 PM
Wie derzeit der Presse zu entnehmen ist, haben sich in den USA mal wieder 50000000000 Dollar in Luft aufgelöst, wenn man den ersten Schätzungen glauben will. Des Pudels Kern ist, daß der Finanzinvestor Bernard Madoff scheinbar sowohl mehr als auch weniger bedarften Kapitalinhabern eine "todsichere Geldanlage" in Aussicht stellte, die sich bei genauerer Betrachtung als klassisches Schneeballsystem herausstellte.
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Interview mit Robin Bauer auf neon.de

  • 10. Dez 2008 at 12:10 AM
Hier ein kurzer Hinweis auf ein Interview mit Robin Bauer auf Neon.de, der an der Universität Hamburg lehrt und vor ein paar Jahren zusammen mit Marianne Pieper die "Conference on Polyamory and Mono-Normativity" organisierte.

Bauer spricht über die Schwierigkeit, dass neue Begriffe wie "Polyamorie" zwar nötig sind, um Machtstrukturen und Entwürfe zu benennen, sie andererseits aber neue Normen und potenzielle Ausgrenzungen schaffen.
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Von Pagans und anderen Rabenvögeln

  • 8. Dez 2008 at 7:14 PM

In der amerikanischen Polykultur gibt es ja einen großen Anteil von Pagans, also Heiden, was mich immer ein bißchen erstaunt hat. Mit der Zeit bin ich aber zu dem Schluß gekommen, daß es unter diesen auch durchaus vernünftige, aufgeklärte und intelligente Leute geben muß. Zumindest habe ich den Schluß aus der Neopaganism FAQ von Eric Raymond gezogen, dem Open-Source-Lobbisten. (Zu einer deutschen Einführung in diese Gedankenwelt, siehe hier).

Mir persönlich ist von alldem ja der Discordianismus am sympathischsten, da ich allzuviel Harmonie ja eher ein bißchen zweifelhaft finde. Und wenn es in diesem Land schon Glaubensfreiheit gibt, ist es bestimmt nicht das Schlechteste, an ein fliegendes Spaghettimonster zu glauben. Raymond zählt auch diese zu den Neopagans.

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Absolut lesenswert finde ich diesen Beitrag von Alan in "Poly in the News":  Jean-Paul Sartre's play No Exit as a poly fable. Es geht um Sartres Stück "Geschlossene Gesellschaft", in dem sich drei soeben Gestorbene, ein heterosexueller Mann, eine heterosexuelle Frau, und eine lesbische Frau, in einem Hotelzimmer wiederfinden, das sie niemals verlassen können. Schnell stellt sich heraus, das auch der Versuch, sich gegenseitig umzubringen, die Situation nicht ändern kann.

Alan legt etwas dar, was scheinbar noch niemandem vorher aufgefallen ist: Die drei Protagonisten sind in einer Dreieckssituation, und re-inszenieren in dieser Korrespondierendes aus ihrem Erdenleben. Denn jeder von ihnen hat war vor seinem Tod in eine Dreiecksbeziehung verstrickt:
weiter lesen )</blockquote>

Im "Radio Palmares" vom Freien Radio Paderborn vom 15. Dezember 2007 gab es einen nun als Postcast verfügbaren Beitrag "Was ist eigentlich Polyamorie", der von einer lokalen Veranstaltung zum Welt-AIDS-Tag berichtete. Das Team Minou alias Ivonne Franzsander und Christina Vetter von der AIDS-Hilfe Paderborn lasen aus dem Buch "Mehr als eine Liebe", herausgegeben von Laura Merrit, Traude Bührmann, und Nadja Boris Schefzig.

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Liebe Leute,

in einem weithin bekannten Text namens "Poly for Dummies" heißt es in meiner eigenen unvollkommenen Übersetzung: "Wenn du gesunde Beziehungen willst, sind sehr gute Fertigkeiten in der Kommunikation eine Notwendigkeit, kein Luxus. Probleme fangen normalerweise da an, wo aufgehört wird, zu reden. [...] Kommunikationsfähigkeit ist, was aus einer Person einen grossartigen Partner oder eine Niete macht."

Ich glaube, da ist was dran.

Deswegen ist es mir eine Freude und besondere Ehre, die folgende Veranstaltung ankündigen zu dürfen. Nach unseren Erfahrungen von den Oldenburger Polyfilmtagen denke ich, daß es für manche in Frage kommt, auch von weiter her anzureisen.

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Beziehungsgarten - Tagesseminar in Oldenburg (dem Oldenburg in Oldenburg, westlich Bremen)


Termine:

Samstag, 22. November 2008, 10:00 - 18:00 "Unsere Beziehung ist wie ein Garten"
Samstag, 24. Januar 2009, 10:00 - 18:00, "Ich will dir von mir erzählen" - Zwiegespräch nach Moeller
Samstag, 7. Februar 2009, 10:00 - 18:00, "Ehrlich, ohne anzuecken - Liebevoll, ohne zurückzustecken" - Gewaltfreie Kommunikation nach Rosenberg

Referenten: Frau Dr. Kathrin Henrichs und Ansgar Pleyter

Kosten: 5,- EUR Verpflegungskostenpauschale

Kontakt & Anmeldung: beziehungsgarten@web.de, oder 0441/8006402

Willkommen sind alle Paare unabhängig von Alter und Beziehungsform

Die komplette Ankündigung im Web:

http://free-creatives.net/polywiki/index.php/Beziehungsgarten_Aushang_2008

oder:

http://tinyurl.com/beziehungsgarten


Bitte weitersagen! Die Weiterleitung der Ankündigung in vernünftigem Ausmaß ist erlaubt.

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Ich kann das Angebot aus eigener Erfahrung wärmstens empfehlen ;-)

Zafolo
Während die deutschen Polys mit dem Fernsehjournalismus noch so einige Schwierigkeiten haben, hat Polyamorie es in den ersten Offenen Kanal geschafft: Eine Sendung zu Polyamorie beim Magazin Art Dangereux, das im Hamburger Bürgerkanal Tide 96,0 sendet. Gut!

Das ganze gibt es bei Art Dangereux zum Nachhören in zwei Teilen. weiter lesen )
Diese beiden Perlen aus Jays Blog wollte ich euch nicht vorenthalten:

http://www.polyamor.de/blog/jays-tagebuch/01,02,0077.php

Zitat: "The bizarre scenes will be seen in Dawn Porter: Free Lover, a documentary series for Channel Four. [...] It was at German cult Zegg, a commune who advocate polyamory — having sex with multiple partners — that she took part in the orgy."



http://www.polyamor.de/blog/presseschnipsel/01,03,0018.php

Zitat: "Was in muslimischen Ländern als Regel praktiziert wird, dringt nach Westen vor"

Ich fürchte, wir brauchen da mal eine Aufklärungskampagne,
was Polyamorie ist und wie man es richtig rum benutzt...

Tags:

Polyamorie als Veranlagung

  • 16. Sep 2008 at 3:28 PM
Hallölo,

in der Süddeutschen Zeitung vom 15. September 2008 gibt es mal wieder einen, recht netten, Artikel über Polyamorie, und zwar am Beispiel des Münchener Stammtischs: "Polyamorie: Phänomen Viellieberei - Sex im Plural" von Lisa Sonnabend. Hm, Frau Sonnabend macht sich ihre Gedanken:
"Ob Polyamorie (auch Polyamory) ein Lebensentwurf, eine Veranlagung oder eine Art Sucht ist, können die Anwesenden ebenso wenig erklären wie Wissenschaftler."
('tschuldigt, ich muß mir mal grad die Lachtränen aus den Augen wischen. Frau Sonnabend, nehmen sie es bitte nicht persönlich! Ich würde mir ja auch so meine Gedanken machen, wenn plötztlich z.B. kleine grüne Außerirdische in meiner Straße herumlaufen würden, und würde sie fragen ob das denn weh tut, wenn man sich die Antennen, die am Kopf wachsen, in der Tür klemmt.)

weiter lesen )

Neue regionale Treffen

  • 6. Sep 2008 at 12:59 PM
Seit der Einrichtung des [info]poly_german Forums haben sich einige regionale Treffen und Vernetzunge neu gebildet, über die ich kurz berichten will.

Was ich eine wichtige Initiative finde, es gibt eine Vernetzung an Rhein und Ruhr mit Treffen in Düsseldorf, Dortmund, und Köln.
weiter lesen )

bin gerade auf zwei Artikel gestoßen, die die rechtliche Anerkennung
polyamorer Partnerschaften zum Thema haben.


weiter lesen )

Ich habe ein bißchen nachgedacht, was ich von dieser Gruppe möchte und selber davon erwarte. Dazu gehört, einen persönlicheren Austausch zu versuchen, als ich es von andern Foren kenne. Denn nur über abstrakte Dinge zu schreiben, finde ich sehr unbefriedigend.

Deswegen werde ich neben Ankündigungen in Zukunft auch mehr persönliche Beiträge schreiben. Um die zu lesen, muß man sich in der Gruppe anmelden. Es ist sicher ein Balanceakt, was zu unpersönlich, und was zu privat ist. Ich glaube aber, man kann das folgendermaßen handeln:

Erstens, öffentliche Ankündigungen sind im Web unbeschränkt sichtbar (und werden auch von Google gefunden!). Das ist genauso wie bei öffentlich lesbaren Webforen. In der Konsequenz verwenden wir Pseudonyme, und ich achte darauf, keine persönlichen Daten zu veröffentlichen. -- Eine ganze Reihe von Leuten in der Gruppe kennen sich auch persönlich. Es versteht sich von selbst, daß wir uns bekannte Identitäten von anderen Personen nicht preisgeben.

Zweitens kann man Beiträge nichtöffentlich schalten. Sie sind dann nur für Gruppenmitglieder sichtbar, die sich angemeldet haben. Damit können wir experimentieren. Die Sachen sind nicht von Google zu finden, und es gilt, daß sie ebenso vertraulich sind wie EMails. Das heißt, sie sind persönlich und nur für Gruppenmitglieder. Eine Ausnahme würde ich machen bei Partnern von Gruppenmitgliedern - die dürfen mitlesen. Sonstige Weitergabe nur mit expliziter Zustimmung des Verfassers. Man kann solche nichtöffentlichen Beiträge an dem Symbol mit dem Schloß oben links erkennen - das bedeutet: "nichtöffentliche Nachricht".

Ich sehe auch in nichtöffentlichen Beiträgen keinen Grund, reale Namen von Partnern zu nennen. In den Maillisten gibt es die gute Praxis, Anfangsbuchstaben zu nehmen. Wer die Leute kennt, weiß dann schon, wer gemeint ist.

Nichtöffentlichen Beiträge sind auch eine Möglichkeit für Leute, die sich vorstellen und beteiligen wollen, die aber nichts weböffentlich machen wollen. Vielleicht weil sie komische Chefs haben, in irgend einer katholischen Einrichtung arbeiten, oder rechtslastige Schwiegereltern haben. Kann ja alles sein.

Drittens gibt es bei den persönlichen Journals ja noch Beiträge, die für "Freundesgruppen" sind, also ausgewählte Leute. Ich glaube, da muß jeder selber wissen. Für mich gehören neben guten Freunden auch elektronische Bekannte dazu, zu denen ich ein gewisses Vertrauen habe. Ich finde es halt viel leichter, eine Person einzuschätzen, der ich schon mal in die Augen geschaut habe.

Es wird sicher auch mal Leute geben, die tratschen, aber das ist im wirklichen Leben ja auch so. Was stört es die Eiche, wenn ein Hund an ihr pinkelt.
Hallo zusammen,

es gibt ein neues großes Polytreffen in der Mitte Deutschlands, vom
7. - 9. November. Ort soll diesmal das Projektzentrum Maibacher Schweiz sein.
Weitere Informationen hier (unter "überregional"):

http://free-creatives.net/polywiki/index.php/Liste_der_deutschsprachigen_polyamoren_Treffen#.C3.9Cberregional

Damit das Treffen stattfinden kann, werden noch verbindliche Anmeldungen
benötigt. Erfahrungsgemäß kann es, wenn das Treffen steht,
sehr schnell gehen, bis die bewußt begrenzte Zahl
von Plätzen ausgebucht ist, daher kann ich eine
rasche Anmeldung nur empfehlen.

Südwest-Polytreffen

  • 10. Jun 2008 at 12:51 AM
Eine Ankündigung möchte ich euch trotz Zeitmangels nicht vorenthalten:

Es gibt (erstmals) ein Überregionales Polytreffen für Südwest-Deutschland.

Ort: Grillplatz "Hörnle" bei Burg Teck in der Nähe von Stuttgart.
Programm: Grillen auf der  großen Wiese bei der Burg.
Zeit: Am 28. Juni, ab 13 Uhr mit "open End"
 Genauere Infos hier.

Wie es aussieht, kann ich nicht hin, weil ich auf Stellensuche bin und nicht frei kriege (finde ich soooo schade) - aber ich bin zuversichtlich, daß es wieder richtig schön wird...

vorstellung

  • 8. Jun 2008 at 12:26 PM
hallo, ich heiße linda-maria, bin 20 jahre alt und bremer studentin.
eine sympathie fuer polyamorie hege ich bereits seit fast 2 jahren, aber erst seit einem halben jahr kann ich mein beduerfnis danach tatsaechlich konkret ausleben.
diese beziehungsform ist in der politischen gruppe, in der ich aktiv bin, recht beliebt; trotzdem wuerde ich gerne auch mit anderen in kontakt kommen, da durchaus ein unterschied darin besteht, ob man sich seine ratschlaege nun von unbeteiligten aussenstehenden holt oder von leuten, die ganz eng mit eingeflochten sind...
ich bin mir nicht ganz sicher, was ich hier noch schreiben sollte - meine konkrete situation muss ich ja nicht unbedingt in allen details jedem auf die nase binden; ich antworte aber auf fragen ; )

wuerd mich freuen, hier ein paar leute aus meiner umgebung kennen zu lernen (wobei ich mich natuerlich auch mit anderen gerne unterhalte).
hier kommt schon der dritte stammtisch.
leider habe ich die ankündigung für den zweiten verschwitzt
auch der erste war ein ziemlicher erfolg.



Jetzt ist das Treffen schon eine Woche her, und ich bin immer noch ganz beeindruckt.
Von der Menge Leute, die da waren. Von der entspannten und respektvollen
Atmosphäre. Von den vielen guten Gesprächen, sei es zu zweit und in
der Runde. Davon, wie sich alles ergeben hat, ohne große Anstrengung.

Und ich bin berührt: Von Begegnungen, Umarmungen, im-Kontakt-sein
mit Leuten.
Es sind kurzfristig noch einige wenige Plätze frei beim überregionalen Treffen zu Polyamorie, das vom 18. bis zum 20. April bei Schlüchtern im Spessart / Hessen stattfindet (etwa 80 Kilometer östlich von Frankfurt am Main). Aktuelle Informationen hier.
Es gibt einen ganz interessanten Artikel im Spiegel zum Thema "Wahrheit und Lüge",
der in der poly-ch Mailingliste schon durchaus kritisch diskutiert wurde:

"Macht und Gewissen" von Matthias Matussek (Spiegel 12/2008)

Einige Gedanken drin finde ich schön und wichtig. Zum Beispiel:

Einvernehmen und Konfrontation

  • 29. Mär 2008 at 8:52 PM
Neulich ging ich an einem Samstagabend durch eines der interessanteren Viertel der Stadt,
und traf einen Bekannten, den ich hier und da mal treffe, unter anderm weil er
auch an offenen Beziehungsformen interessiert ist. Das hat mich gefreut, und wir haben
eine Weile gequatscht, und irgendwann meinte er dann, daß er hin und wieder in diesem
Journal hier lese (was mich natürlich noch mehr gefreut hat). So diskutierten wir ein wenig über
Beziehungskonzepte, und er meinte und daß ihm aufgefallen wäre, daß wenn über
Polyamorie geschrieben würde, Einvernehmlichkeit einen beinahe religiösen Stellenwert
bekommen würde. Aber er hätte halt oft mit Frauen zu tun, die was anderes
wollten als er.

Hm, ich finde, da hat er einen ganz guten Punkt getroffen, ich habe eine Weile
darüber nachgedacht.
(weiter lesen) )

Poly als alternative Lebensform

  • 20. Mär 2008 at 8:57 PM
Hallo Leute,
ich bin zunächst einfach mal nur neugierig und an einem Erfahrungsaustausch interessiert. Ein Interesse an polyamoren Lebensformen ist aktuell erwacht, nachdem ich eine sehr harte und schmerzhafte Trennung nach 8 jähriger und sehr harmonischer Beziehung hinter mir habe, die aufgrund der Untreue meiner Ex-Partnerin zustande gekommen ist. Wir hatten halt ein monogames Lebensbild und wollten sogar eigentlich heiraten und Kinder zusammen bekommen. Inzwischen ist sie mit dem Mann, mit dem sie mich betrogen hat, fest zusammen. Allerdings hat sie den Neuen auch bereits wieder mit mir betrogen, so wir alle also im Moment in einer ziemlich kaputten Beziehungssituation stecken.

Mir geht es eigentlich auch nicht mehr darum, die Partnerschaft zu meiner Ex-Partnerin zu retten, sondern mir Gedanken darum zu machen, wie ich eigentlich in Zukunft würde leben wollen. In meinen früheren Beziehungen hatte ich es zwar ohne das wirklich viel fehlte geschafft selbst monogam zu sein und meine jeweilige Partnerin nicht zu betrügen, auch wenn das immer mal wieder durchaus freiwillige Selbstbeschränkung war. Umgekehrt gab es aber häufig (viel zu häufig) ein böses Erwachen (nein, ich bin nicht schlecht im Bett ... ;-)) ). Daher komme ich so langsam zu der Einsicht, dass das ganze Monogamiekonzept ein kultureller Irrläufer sein könnte und denke darüber nach, wie es wohl in alternativen Lebensgemeinschaften aussehen könnte und ob dort das Risiko betrogen zu werden geringer ist. Schließlich sollte man hier ehrlich über die Bedürfnisse reden können und dann auch Nebenpartner akzeptieren können, weil die Absprachen eben nicht die monogame Einehe vorsehen und man sich auch selbst keine entsprechende Beschränkung auferlegen muss. Das klingt theoretisch alles sehr nett, die Frage ist für mich aber die Frage nach der Praxis:
1) Wie findet man zu polyamoren Menschen Kontakt ? Und ist die polyamore Gemeinschaft groß genug, um noch eine echte Partnerwahl zu ermöglichen ?
2) Wie langfristig sind polyamore Beziehungen ? Hält sowas wirklich über Jahrzehnte, oder ist das doch eher ein Modegag, der zwar freakig klingt, aber letztlich am Wesen des Menschen vorbei geht ?
Wäre schön, wenn ich da mit Euch ein wenig plaudern könnte

Rock die Bude bevor sie dich rockt!

  • 19. Mär 2008 at 8:14 AM
Madame bestreiken Livejournal!

Nicht nur, dass LJ den Grundaccount abgeschafft hat für neue LJ´s ab dem 13.03.08, alle Neuen können also nur noch zwischen pro (mit Werbung) und paid (eigentlich ohne, aber defacto auch mit Werbung, weil keine spezifischen Cookies existieren) wählen. 
Jetzt werden auch Interessen zensiert, wie bisexuality und depression.
Mehr dazu hier 

Liebes Livejournal: Als Mensch habe ich sexuelle Bedürfnisse, emotionale Bedürfnisse und tausenderlei andere Bedürfnisse, Interessen, Spleens was auch immer, und ich werde mich nicht ohne Protest zensieren lassen. 

Also:

Und wir sind viele, wir können es zeigen, wenn wir mit solchen Veränderungen nicht einverstanden sind - auf anderen Platformen funktioniert das auch (Facebook, Studivz), warum nicht auch hier!

Also:

Streik am 21.03.08, nach GMT! 
 
Das bedeutet: nicht kommentieren, nicht lesen, nicht schreiben, nicht einloggen. 24h lang! Kein Inhalt für Livejournal!


Mehr zum Hintergrund und warum der Streik ins Leben gerufen wurde, gibt es hier: (englisch)
http://beckyzoole.LiveJournal.com/394838.html
http://beckyzoole.LiveJournal.com/395310.html

Um zu erfahren, wann der Streik tatsächlich anfängt und endet, kannst du nachschauen, wie es mit deiner Zeitzone ist: (englisch)
http://beckyzoole.LiveJournal.com/395125.html
(Wien/Paris: Freitag 01:00 - Samstag 01:00)

Um was geht’s im Besonderen?

*Es geht um die kostenlosen und werbungsfreien LiveJournalaccounts, die für neue Mitglieder abgeschafft worden sind, und dass dabei der Ratschlag des neu gegründeten Advisory Boards ignoriert wurde.
*Es geht darum, dass das LJ Team versucht, diese Änderungen einfach zu vertuschen, und dann einfach behauptet, dass nichts gesagt wurde, um Verwirrungen vorzubeugen, wenn die User es selbst herausfinden.
*Es geht darum, dass das LJ Team sich einfach nicht entschuldigt, wenn es versucht, Fakten zu vertuschen und zu verstecken und Lügen über die eigentlichen Beweggründe ihrer Aktionen erzählt.
*Und schlussendlich, es geht um die letzte Entscheidung, gewisse, bestimmte Userinteressen bei der Liste der ‚Most Popular Interests’ zu verstecken, wie zum Beispiel Fanfiktion (fanfiction), Bisexualität (bisexuality), Sex und Depression. Diese Entscheidung wurde weder angekündigt noch erklärt. Das mussten die User selbst herausfinden.



Geklaut bzw. übernommen von Flausch. Verbreitet es weiter und macht mit!!
Ich möchte ein bißchen ausführen, warum ich das LiveJournal als ganz besonders geeignet ansehe für regionale Gruppen, die sich zum Thema Polyamorie treffen und austauschen.

Regionale Gruppen stehen zunächst vor der Aufgabe, Kontakt zwischen den Mitgliedern und Interessenten zu halten, Termine und Orte abzusprechen, und Themen festzulegen. Dies wird zurzeit meistens über EMail-Verteiler gelöst. E-Mail Verteiler gewährleisten die Vertraulichkeit von Nachrichten. Sie haben aber auch Nachteile: Erstens ist es chronisch so, daß Leute neu dazukommen, die nicht auf der bisherigen Adressatenliste stehen. So gehen praktisch mit Sicherheit Nachrichten, und häufig sicher auch potenzielle Mitglieder verloren. Zweitens landen Leute auf dem Verteiler, die nicht so hohes Interesse haben, aber trotzdem dann ständig Mail erhalten, die sie nicht alle lesen wollen. Es ist verständlich, daß die schnell genervt sind. Die Pflege eines größeren Verteilers ist Arbeit, und muß von einer einzelnen Person erledigt werden. Man müßte etwas haben, was wenig Arbeit macht, einen vertraulichen Austausch erlaubt, gleichzeitig offen ist für Leute, die dazukommen, und am Besten noch Verbindungen mit anderen Gruppen in der Nähe und überregionalen Netzwerken schafft.


Hallo,

wir haben eine Liste gestartet, welche die etablierten deutschsprachigen
Stammtische und informelleren Treffen, sowie Kontaktadressen von
Personen, die an neuen Treffen  zum Thema Polyamorie interessiert sind,
aufführt und sammelt.

Sie ist hier.

Diese Liste ist ein Wiki, das heißt, sie kann genauso wie
das Internet-Lexikon Wikipedia online
bearbeitet und ergänzt werden, und dazu ist sie auch
gedacht.

1. Poly-Stammtisch Flensburg

  • 21. Feb 2008 at 10:07 PM
Liebe Nordlichter,

am Donnerstag, 28. Februar findet unser erster Flensburger Poly-Stammtisch statt. Wir möchten sehen, ob im hohen Norden Basis für ein regelmäßiges Treffen ist. Zeit, Ort und Rahmen kann alles noch vereinbart werden, aber vorerst treffen wir uns um 19.30 im Feuerstein, Norderfischerstrasse 2, 24939 Flensburg.

Zum leichteren Erkennen werde ich evt. noch ein Schildchen mit einem Poly-Drachenherz basteln (so wie auf meinem Avatar zu sehen ist.)

Wer nicht kann am 28.2., aber trotzdem Interesse hat, möge sich doch bei mir melden.

LG und auf zahlreiches Erscheinen.
Hallo,
ein paar Leute, die sich über die poly-ch Mailliste kennen, sind auf eine Idee
gekommen, die ich sehr gut finde, und die für mich an der Zeit
ist, verwirklicht zu werden. Was folgt, ist meine Formulierung
der Idee, ich spreche nicht für die anderen:

Ein großes Polytreffen in der Mitte, nämlich von Deutschland, Österreich, und der Schweiz.

Ziel ist, sich mal zu sehen, die verschiedenen Kreise
zu verbinden, mal zusammen zu feiern, vielleicht Leute
kennen zu lernen, die man mag, vielleicht auch zu schauen wir wir
gemeinsam dazu beitragen können, daß Poly als gleichwertig anerkannt
wird.

Wir haben das ein klein klein bißchen diskutiert, und ich
glaube, wir können was ganz Schönes draus machen.

Ort wäre ein Selbstversorgerhaus, wo man selber kochen
kann, und wo auch Leute ein Zelt aufschlagen können.
Es gibt mal wieder einen Presseartikel, und zwar diesmal in der Frankfurter Rundschau: "Liebe, Sex, und Ehrlichkeit" von Serge Debrebant.

Was ich ja ein bißchen komisch finde, ist der Begriff  "Polyamoristen", was ich eine ziemlich hölzerne Übertragung aus dem Denglischen finde. Mir ist da "Polyamore" oder von mir aus auch gern "Schlampen" lieber, da weiß meine Umwelt zumindest, daß das keine Krankheit ist ;-)

Der stellenweise etwas skeptische Ton stört mich nicht so. Schließlich ist es generell ganz angebracht, wenn Journalisten nicht gleich alles glauben, was man ihnen erzählt.

Nicht so passend finde ich den Anfang den Artikels: "Als Julia Anfang 20 war, spannte sie einer Schulkameradin den Freund aus - so sah die es jedenfalls. Julia war anderer Meinung. Dass sich die beiden trennen, weil sie eine Affäre mit dem Freund ihrer Freundin hatte, habe sie nie gewollt."  Hm, das würde ich so wie geschildert nicht als Einvernehmlichkeit bezeichnen, und ist somit kein gutes Beispiel für polyamore Ethik.
Die Wiener Polyamoren haben ein Wiki zustande gebracht: Hier

 Unter anderm gibt es da Infos für  die Regenbogenparade am 12. Juli.

Film "Serenade zu dritt" in Nürnberg

  • 22. Jan 2008 at 3:52 PM
Hallo,

folgende Ankündigung für Nürnberg gebe ich gern weiter:

----
Im Nürnberger Filmhauskino gibt es im Rahmen einer
Ernst-Lubitsch-Retrospektive den Film "Serenade zu dritt" von 1933 zu
sehen. Die Termine sind:

Filmtipp Arte 21. Januar

  • 21. Jan 2008 at 6:45 PM
Hallo, heute abend 21:00 gibt's bei Arte einen Film über eine 'historische' Dreiecksbeziehung:

Jules und Jim

Was das Beziehungsmuster der drei Protagonisten angeht, finde ich den Film kein
gutes 'Vorbild' für Polyamory, aber vielleicht mögt ihr euch ihn ja erst selbst
angucken - und kommt zu ganz anderen Schlüssen...


Viele Grüße,

Zafolo
Hallo,

(meine früher gepostete Vorstellung ist hier)

es gibt ja in Oldenburg einen Stammtisch , der momentan so ein bißchen dahinplätschert... ich würde gerne weitere Leute aus Oldenburg, Bremen, oder Bremerhaven kennenlernen, ich bin in allen drei Orten mehrmals in der Woche. Am liebsten erst mal durch informelle persönliche Treffen (zu zweit oder im kleinen Kreis). Um einen regelmäßigen Stammtisch zu organisieren, ist in meinem Leben im Moment zuviel los, aber vielleicht wird ja doch ein Stammtisch daraus....

Bei Interesse, fügt entweder einen Kommentar an dieses Posting an, oder schreibt mir eine Mail an: zi_you@web.de.

Viele Grüße,

Zafolo

Münchner Stammtisch

  • 17. Jan 2008 at 9:54 PM
Liebe Leute, ich möchte euch den (allgemeinen, d.h. sich an Leute aller Gender und Orientierungen richtenden) Münchner Poly-Stammtisch anpreisen, den es mittlerweile seit ein paar Monaten gibt:

http://www.polyamorie-muc.de/

Wir freuen uns über eure Kontaktaufnahme!

Vorstellung

  • 17. Jan 2008 at 9:42 PM
Hallo, ich heiße Alex, bin 32 und lebe in München. Ich beschäftige mich schon ein paar Jahre mit Polyamory, in dem Sinn, dass ich schon viele Texte von schlauen Menschen zu diesem Thema gelesen habe. Vor etwa zwei Jahren habe ich dann beschlossen, dass geschlossene Zweierbeziehungen für mich nicht mehr in Frage kommen.

Ich freue mich riesig, dass es mittlerweile bei LJ eine deutschsprachige Poly-Community gibt und dass hier jetzt auch so langsam Bewegung hineinzukommen scheint. :-)

Ankündigung für München

  • 11. Jan 2008 at 10:10 AM
ein paar von uns münchnerinnen veranstalten am valentinstag einen poly stammtisch. das ist unser erster, vielleicht gibt es auch keine weiteren, mal gucken.

vielleicht sehen wir euch dort. offen für frauen/transgender


Am Anfang

  • 26. Dez 2007 at 6:37 PM

Hallo Zusammen! Seitdem ich (auch) schmerzlich feststellen musste, was es heißt, zwei Menschen zu lieben und dabei noch im bipolaren Entscheidungsdenken gefangen zu sein, bin ich auf der Suche nach einem Weg, auf dem es möglich ist, sich dem Leben und der Liebe (und somit mehreren Menschen) gegenüber frei zu öffnen und zu verhalten. Schon jetzt am Anfang merke ich, dass dies kein leichter Weg sein wird. Es gibt nur wenige Menschen, mit denen ein offener und gleichberechtigter Austausch über dieser Thema möglich ist, und nur wenige Menschen scheinen sich eine polyamore Lebensform überhaupt vorstellen zu können; und auch ich Frage mich, ob sich meine Ideen verwirklichen lassen und ich persönlich die Kraft habe, dem Begonnenen eine wirkliche Perspektive zu geben. Vielleicht gelingt es hier, Menschen zu finden, sie sich gegenseitig auf diesem Weg helfen und die möglicherweise sogar ein Stück des Weges gemeinsam gehen. Ich bin gespannt darauf, einige von Euch kennen zu lernen….

Hallo an alle!

  • 24. Dez 2007 at 11:52 PM
Nachdem ich in letzter Zeit des Öfteren an verschiedenen Stellen über den Wikipedia-Polyamory-Artikel gestolpert bin,
und er mich ziemlich fasziniert hat, dachte ich mir, ich guck mal, ob ich Menschen finde,
die polyamor leben, mit denen man sich austauschen kann. Leider muss ich sagen, das ist gar nicht so einfach.
Aber ich hab diese Gruppe gefunden, die zwar klein ist, aber interessante Ansätze zeigt,
und nachdem sie noch am Wachsen ist, wird das schon werden ;)

Zu mir: ich bin 21, studiere in München, und habe bislang noch nie polyamor gelebt.
Was ich aber sehr wohl erlebt habe, war Eifersucht meines (inzwischen - seit kurzem - Ex-) Partners auf meine teils sehr innigen, aber bislang immer platonischen Freundschaften. Ich denke, dass man Freunde (gleich welchen Geschlechts) lieben kann (was ich auch tue, denn jemand den ich nicht in gewisser Weise liebe, ist kein/e Freund/in, sondern eine Bekanntschaft), und das ganz ohne dass es der Beziehung zum Partner einen Abbruch tut. Genauso wie ich Kuscheln unter Freunden nicht für verwerflich halte, auch in einer monoamoren Beziehung nicht.

Und von da aus ist es nicht mehr allzuweit zu polyamoren Grundsätzen, auch wenn da noch ein kleines feines Detail hinzukommt...
Der ganze Gedanke ist allerdings noch recht neu für mich, und deswegen hab ich vermutlich noch eine sehr ungenaue Vorstellung davon,
wie polyamore Beziehungen in der Realität aussehen können, geschweige denn wie sich das frei ausleben lässt, was in unsere Gesellschafft so wenig hineinzupassen scheint.

Ich hoffe, hier Denkanstösse und vielleicht Diskussionen finden zu können, mit Gleichgesinnten und solchen die schon etwas mehr Erfahrungen mit der Thematik gemacht haben als ich.

ganz liebe Grüße,
und noch frohe Weihnachten ;)

aenola

(huch, ganz schön lang geworden....)
Folgende Schritte schlage ich vor, um erstens, möglichst schnell zu einem Austausch mit anderen Lesern des Forums zu kommen, und zweitens, die Vernetzung von Polyamoren und die Entwicklung des Forums zu fördern:

Musikstücke über mehrere Lieben

  • 1. Dez 2007 at 8:29 PM
Hallo,

es wird ab und zu die Frage gestellt, was für Musikstücke und Lieder Polyamorie
zum Thema haben. Ich liste einige, die genannt wurden auf:

Tags:

Noch mehr Presse: Polyamorie in der FAZ

  • 15. Nov 2007 at 2:58 AM
Also, jetzt gibt es auch einen Artikel in der FAZ:

Katja Gelinsky, Ehe hoch zweiFrankfurter Allgemeine Zeitung, 13. 11. 2007 (bzw. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 07.10.2007, Nr. 40 / Seite 82)

Natürlich spart der Artikel nicht mit Kritik und Seitenhieben, natürlich gibt er ausführlich die Positionen von Stanley Kurtz wieder, der meint, daß die Gesellschaft Druck auf Eltern ausüben müsse, zu heiraten, damit Familien zusammenbleiben. Natürlich wird das ganze ein wenig in einen Topf geworfen mit autoritären und patriachalen Strömungen bei den Mormonen, und deren kriminellen Auswüchsen (hm, auch in Österreich gab es einen Otto Mühl). Natürlich dienen als Illustration polygame Araber mit vier Ehefrauen, was mit gleichberechtigten polyamoren Beziehungen ja wohl soviel zu tun hat wie Minigolf mit Wandern.

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Vorstellung

  • 10. Nov 2007 at 1:46 PM
So, und um der Netiquette zu genügen, und hier nicht so mir nichts, dir nichts einen Beitrag zu schreiben, hier auch noch eine kurze Vorstellung: Ich bin 27 Jahre alt, seit ca. 2 Jahren identifiziere ich mich als poly und blogge (bzw. bloggte - gerade mach ich nicht so viel) seit geraumer Zeit auf freieslieben.de. Ich war auch eine Weile auf der ch-Mailinglist, aber da wurde es mir irgendwann zu unübersichtlich. Jetzt also hier, so gelegentlich.

Polyamory auf Sueddeutsche.de

  • 10. Nov 2007 at 1:38 PM
Hallo! Auf sueddeutsche.de wird Markus Bärlocher zum Thema Polyamory und Eifersucht interviewt (Artikel von gestern, 9.11.). Endlich mehr Presse auch in Deutschland!

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Hi Leute,

ich weiß ja nicht, wie hoch so eure Toleranz gebenüber grün ist (womit ich kein Waldmeistereis meine, sondern die Partei).  Aber immerhin stellen sie mit Julia Seeliger die erste bundesdeutsche Politikerin, welche nach den Anliegen der Polyamoren fragt (und sie mit dieser Presseerklärung auch schon öffentlich mit vertreten hat, mit panikartigen Reaktionen der BILD-Zeitung als Folge).

Das Link zur Diskussion:
http://www.polyamore.de/thread.php?threadid=248

Also wenn ihr Anmerkungen habt z.B. bezüglich einer angedachten Rechtsform für Lebensgemeinschaften (á la PACS, dem französischem zivilen Solidaritätspakt, was die Grüne Jugend unterstützt), dann schreibt das ruhig da mal rein!


Zafolo

Polyamorie, "Freie Liebe", und die AAO

  • 8. Nov 2007 at 10:30 AM
Folgenden Diskussionsbeitrag möchte ich der geneigten Leserschaft von Livejournal nicht vorenthalten. In eckigen Klammern steht die Nummer der diesbezüglichen Quellenangabe.



Es gibt Leute, die sagen, daß "Freie Liebe" heute weitgehend synonym zu "Polyamory" ist. Unter "Freie Liebe"  kann man sehr verschiedene Dinge verstehen. Ich unterscheide für mich drei:

1. freie Liebe, oder "Free Love", als eine soziale Bewegung seit Mitte des 19. Jahrhunderts, die sich dafür einsetzte, daß Sexualität und Liebesbeziehungen auch für Frauen nicht mehr ausschließlich im Rahmen einer Ehe stattzufinden hatten [1]. Diese Bewegung hat eine starke Überschneidung mit feministischen Sichtweisen, in den USA auch mit den Befürwortern einer Abschaffung der Sklaverei, und wurde  getragen von starken Persönlichkeiten, davon viele Frauen, die selbstbewußt ihr Leben gelebt haben. Ich denke, sie stellt mit den wichtigsten Vorläufer von Polyamory dar, und es wäre eine dankbare Aufgabe, diese Geschichte weiter zu erforschen.

 

Hi, der November-Polystammtisch in Oldenburg wird verlegt vom 15. November (dritter Donnerstag) auf den 22. November. Wie immer ab 20:00 im Swutsch, Mottenstraße 21, Karte hier.

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