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  <title>kampfsport,art of fight</title>
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  <updated>2004-12-08T11:32:27Z</updated>
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    <title>Wie wird man ein guter Kämpfer?</title>
    <published>2004-12-08T11:32:27Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:32:27Z</updated>
    <content type="html">Natürlich durch Training. Wie wir aber alle aus Erfahrung wissen, gibt es Training, welches schnell zum Ziel führt, und Training, welches weniger effizient scheint. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aber was steckt hinter einem guten Training? &lt;br /&gt;Welche Übungen bringen schnellen Fortschritt, welche kosten nur unnötig Zeit? &lt;br /&gt;Welche Übungen sind wichtiger als andere? &lt;br /&gt;Was bewirken die einzelnen Übungen, wo schaden sie? &lt;br /&gt;Um diese Fragen zu lösen, gibt es nur den klassischen Weg: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Analyse des Trainings und des Kampfes durchführen, um diese in ihre kleinsten wirksamen Bausteine zu zerlegen. &lt;br /&gt;Rationalisieren, d.h. verstehen wie diese einzelnen Bausteine funktionieren, was sie bewirken und welche Kausalitäten sie verbinden. &lt;br /&gt;In Abhängigkeit vom Trainingsziel die Synthese der kleinen Bausteine zu einem neuen, möglichst wirksamen Trainingsprogramm, um dieses Trainingsziel in möglichst kürzester Zeit zu erreichen. &lt;br /&gt;Wozu braucht man die Theorie? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die kleinsten Bausteine des Trainings zu verstehen, braucht man Theorien über deren Wirkungsmechanismen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dazu zunächst das Beispiel der Heilkunst: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie im Kampfsport hat auch die Heilkunst die –wie auch immer geartete– Behandlung des menschlichen Körpers zum Ziel. Seit dem Altertum hat sich die Heilkunst kontinuierlich entwickelt, auch wenn oft genug Fehlentwicklungen dabei waren. &lt;br /&gt;Aber die Kampfkunst, die ebenso alt ist, hat sich kaum entwickelt – vielleicht liegt es daran, daß Zerstören immer leichter als die Wiederherstellung ist und in der Kampfkunst sehr oft das Ziel ohne großes Üben erreicht werden konnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Heilkunst heißt heute Medizin. Ein angehender Arzt lernt im Studium mehr als alle ‘Medizinmänner’ des Altertums zusammen: Die alten ‘Medizinmänner’ wußten vermutlich wenig von der Funktion des menschlichen Körpers. Sie haben sich Wissen und Erfahrung hart an ihren leidenden ‘Opfern’ erarbeitet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bevor der Mediziner heute einen Patienten behandeln darf, hat er also vieles von dem, was früher die ‘Erfahrung’ und das besondere Wissen einiger Heiler war, als Theorie erlernt – er braucht sich dieses Wissen nicht mehr am Patienten als Erfahrung zu erarbeiten. Wissen in der Kampfkunst &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und wie sieht es in der Kampfkunst aus?&lt;br /&gt;Es wird viel geschrieben über asiatische Philosophien, über mystische Dinge. Aber leider gibt es heute kaum etwas über den Kampf an sich, was vom Niveau dem Standard einer (westlichen) Wissenschaft standhält. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vieles von dem, was wir heute im Training sehen, ist von der Sportwissenschaft für ganz andere Sportarten, insbesondere den olympischen Sportarten, erarbeitet worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wer ein kampfsportliches Training verfolgt, wird meist eines der beiden Szenarien erblicken:&lt;br /&gt;Entweder werden ganze Trainingsteile aus anderen Sportarten übernommen (z.B. fast reinrassige ‘Gymnastik’ zum Aufwärmen) oder es werden auch einfachste trainingswissenschaftliche Grundsätze ignoriert, weil ein falsches Verständnis von Härte dominiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um es nicht falsch zu verstehen: Härte gehört ins Training, nämlich dort, wo die Kampfsituation geübt wird. Aber der größte Unsinn wird als Tradition gepflegt, besteht aus Übungen, die schon als ‘Aufwärmübungen’ Gelenke, Bandscheiben und anderes schädigen – und das ohne die Einwirkung eines echten Gegeners. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Endeffekt verzögert falsch angewendete Härte die gewünschte Entwicklung eines Schülers im Kampfsport. Aber –und da schließt sich der Kreis– wie soll es ohne ein tieferes Verständnis von Training je besser werden! Die Rolle der Theorie &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Theorie gehört natürlich ins Training. Sie ist nicht Selbstzweck, um sich den Schülern als großer Meister zu präsentieren, sondern sie liefert die Hilfsmittel, um das Trainingsziel schneller zu erreichen.&lt;br /&gt;Sie soll auch nicht das praktische Üben durch Geschwätz über die ‘wahre Kampfkunst’ und die tausend Möglichkeiten, einen speziellen Angriff abzuwehren, ersetzen. Kampfsport ist kein Schach, wo ganze Bücher über Kombinationen existieren, mit denen man bestimmte Angriffe beantwortet.&lt;br /&gt;Es nutzt auch nichts, im Ernstfall über Theorien nachzudenken. Wenn es wirklich ernst wird, muß das Verhalten des Kämpfers das Ergebnis richtig angewendeter bzw. vermittelter sein. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Andererseits muß man auch eine freie Diskussion über Dinge zulassen. Nur weil sich heute niemand vorstellen kann, daß es brauchbar ist, heißt das nicht, das neue Ideen immer unbrauchbar sein werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auch hierzu ein Beispiel aus der Mathematik: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Primzahlen gehören ins Reich der Zahlentheorie, die man auch die ‘Königin der Mathematik’ nennt. Lange waren sie eine schöne Beschäftigung für lange Abende, bis sie von der Kryptologie entdeckt wurden.&lt;br /&gt;Heute machen Geheimdienste und Militärs mit Supercomputren Jagd auf immer größere Primzahlen, um die eigenen Nachrichten sicher zu verschlüsseln und die geheimen Nachrichten des Gegners möglichst schnell zu entschlüsseln. &lt;br /&gt;Vieles von dem, was früher Grundlagenforschung oder schöne Spielerei schien, ist heute anerkannte Theorie mit erheblichen wirtschaftlichem Potential. Also lassen wir der Tehorie in der Kampfkunst Zeit, sich zu entwickeln, auch wenn der Nutzen nicht sofort absehbar ist. Wozu dient eine Theorie? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In seinem Buch ‘Eine kurze Geschichte der Zeit’ beschreibt Stephen Hawking, was eine brauchbare Theorie erfüllen muß: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sie muß bekannte Erscheinungen korrekt beschreiben &lt;br /&gt;Sie muß zukünftige Ereignisse vorhersagen können &lt;br /&gt;Alles andere ist egal. Wenn die Theorie gute Ergebnisse liefert und gleichzeitig davon ausgeht, daß die Erde eine Scheibe ist, macht das nichts. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierzu ein Beispiel aus der Astronomie: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Astronomie aus praktischen Gründen immer noch das geozentrische Modell verwendet, bei dem die Erde im Mittelpunkt steht. Unter dieser Annahme veröffentlichen Astronomische Jahrbücher die Ephemeriden von Sonne, Mond und Sternen, obwohl wir natürlich alle ‘Wissen’, daß sich die Erde um die Sonne dreht. Wohlgemerkt, es handelt sich hier um die Astronomie, nicht um die Astrologie (Wahrsagerei). &lt;br /&gt;Wie entsteht eine Theorie? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Theorie oder theoretische Wissensvermittlung begegnet uns überall in unserem Leben: In Schule, Ausbildung und Beruf lernen wir viel und lange Theorie. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ingenieure (und die Naturwissenschaftler) lernen im Studium, wie sie aus einem vorhandenen praktischem Problem eine Theorie machen. Damit soll dann nicht nur dieses eine Problem erklär- und lösbar gemacht werden, sondern eine ganze Klasse von ähnlichen Problemen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So sollte es auch im Kampfsport sein: Wir trainieren praktisch und versuchen aus der Praxis heraus mit unter Anwendung unserer Erfahrung und unseres Wissens die Probleme grundsätzlich zu lösen. Damit kommt man auch schon zum Zusammenhang zwischen Wissen und Erfahrung &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfahrungen existieren unabhängig von Theorie oder Wissen. Wir können Erfahrung in Wissen und Theorie umwandeln und so an eine nachfolgende Generation von Schülern weitergeben. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir können auch oft mit Theorie Erfahrungen vermeiden, weil Erfahrungen manchmal schmerzhaft, schädlich und immer sehr langsam entstehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Theorie und Erfahrung gehen oft ineinander über: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein Teil der Erfahrung eines erfahrenen Kämpfers kann zu einer Anweisung für einen Anfänger gemacht werden. Beispiele dafür sind Angriffsziele, Trainingsmethoden, Trainingsaufbau, Aufbau und Zusammenhang einzelner Übungen, Ziele dieser Übungen. &lt;br /&gt;Ein anderer Teil der Erfahrung kann nicht übertragen werden. Wie man schlägt, die verschiedenen Reaktionen auf Angriffe und alles, was Körpererfahrung voraussetzt, muß durch eigene Erfahrung bei jedem Menschen neu gewonnen werden. &lt;br /&gt;Wenn theoretisches Wissen verloren geht, weil z.B. der Trainer seinen Schülern nicht alle Geheimnisse verraten hat, dann baut sich wieder Erfahrung auf und setzt sich an die Stelle der Theorie.&lt;br /&gt;Anders ausgedrückt: Man muß sich wieder die Mühe machen, vergessenes Wissen wieder mühevoll neu zu finden. &lt;br /&gt;Kann man Theorien in starre Formen packen? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kann durch das Festlegen von Trainingsformen auf eine theoretische Basis verzichtet werden! Nun, die Erfahrung zeigt, daß die meisten Trainer sich bemühen, ihren Unterricht zu verbessern. Wenn sie dabei auf alte, wohldurchdachte Trainingsformen stoßen, deren Sinn sie nicht verstehen, kommt es vor, daß diese Trainingsformen modifiziert werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wir kennen das inflationäre Anwachsen der Verbände und Stile im Kampfsport und hinter jedem Verband steht ein ‘verbessertes’ Prüfungsprogramm. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem besteht bei festgelegten Trainingsformen das Risiko, daß Teile falsch überliefert werden und sich so Mutationen einschleichen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Fazit: Nur wer versteht, was er tut, kann auch die bestmöglichen Formen bewahren und auf diesem hohen Niveau eine Verbesserung anstreben. Lernt man mit der richtigen Theorie schneller! &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das die Frage hat zwei Antworten: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Vermittlung der Theorie muß schneller und effektiver möglich sein, als das sammeln von Erfahrung möglich ist. &lt;br /&gt;Man muß die ‘richtige’ Theorie haben. Richtig heißt hier, die Theorie, die auch zum Problem paßt und es möglichst gut+einfach erklärt. &lt;br /&gt;Punkt (1) ist halte ich in den meisten Fällen für gegeben, zumal die Theorie der Kampfkünste nicht so umfangreich ist. Im Training steigt der Lernerfolg, wenn der Lehrer alle ‘Kanäle’ benutzt, auf denen der Schüler ‘empfangsbereit’ ist. Bei einer körperlichen Betätigung bleibt naturgemäß einige Zeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Punkt (2) ist dagegen viel schwieriger. Was ist eine gute Theorie? &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den Naturwissenschaften haben sich Theorien und Modelle über lange Zeit entwickelt. Früher glaubte man, daß z.B. Wärme ein Stoff sei, und die Verbrennung wäre nichts anderes als das Entweichen dieses Stoffes aus dem brennenden Körper. So konnte man auch erklären, daß Dinge durch die Verbrennung oft leichter wurden. Die Entwicklung der Thermodynamik und der Chemie hat solche Vorstellung zu Gunsten besserer Modelle über Bord geworfen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und im Kampfsport? Da müssen wir wohl noch ein bißchen warten und entwickeln..</content>
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    <title>russisches ringen sambo</title>
    <published>2004-12-08T11:12:43Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:12:43Z</updated>
    <content type="html">Sambo oder russisches Ringen (schlagen, werfen und Bodenkampf) stammte aus der ehemaligen U. d. S. S. R. und war nur dem KGB und der Armee vorbehalten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erst als 1947 die ersten Meisterschaften stattfanden, wanderte dieser Kampfsport über die Grenzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sambo wurde in zwei Teile geteilt:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Eine in Selbstverteidigung und der Andere in einen Sport mit Wurf-, Festhalte- und Hebeltechniken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Diese Kampfkunst besteht aus fast 5000 Techniken die unendlich kombinierbar sind. Sie stammen aus den verschiedensten Kampfsportarten wie: Ringen, Kickboxen, Judo, Aikido, Boxen, Jiu Jitsu, etc..&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Gegensatz zu den anderen Kampfsportarten, die seit ihrem Ursprung die gleichen Formen behalten haben, akzeptiert Sambo alles was sich positiv auf seine Entwicklung auswirkt. Deshalb ist es für die Samboausbilder Voraussetzung, verschiedene Kampfsportstile gelernt zu haben.</content>
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    <title>aikido</title>
    <published>2004-12-08T11:05:15Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:05:15Z</updated>
    <content type="html">Aikido &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;   Aikido ist eine recht junge Budokunst, die erst in im 20. Jahrhundert entwickelt wurde. Morihei Ueshiba (1883-1969), der Begründer sagt dazu: «Da das japanische Wort Ai sowohl für Harmonie als auch für Liebe steht, beschloss ich meine unvergleichliche Budokunst Aikido zu nennen, obwohl das Wort Aiki ein sehr altes ist. Dieses Wort wurde von den Kriegern in der Vergangenheit benutzt, jedoch in einer Bedeutung, die sich grundlegend vonder Bedeutung unterscheidet, die ich dem Wort gebe. Aiki ist keine Technik, um den Feind zu bekämpfen oder zu besiegen, es ist der Weg, die Welt zu versöhnen und aus den Menschen eine Familie zu machen. Das Geheimnis des Aikido ist es, sich mit den Bewegungen des Universums in Einklang zu bringen und mit ihm zu harmonisieren. Derjenige, der das Geheimnis des Aikido erfasst hat, trägt das Universum in sich und muss sagen: Ich bin das Universum.»&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wird Aikido geübt ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Aikido ist anders als andere Budo-Sportarten kein Wettkampfsport mit Gewinnern und Verlierern. Das Grundkonzept von Aikido basiert auf einem Schema von Angreifer und Verteidiger, die ihre Rollen ständig abwechseln. Die Übungen wirken rund, harmonisch, nahezu tänzerisch. Ein Grundprinzip des Aikidos ist das Ausweichen vor dem Angriff und das Überleiten der Angriffsenergie ins Leere um den Angreifer damit aus dem Gleichgewicht zu bringen. Der Angreifer wird in eine Spiralbewegung geleitet, bis er die Kontrolle über seine Angriffsbewegung verliert. Die Abwehr erfolgt dergestalt, dass der Angreifer bei richtiger Falltechnik unverletzt bleibt. Zum Einüben der Abwehrtechniken werden stilisierte Angriffsformen verwendet. Der Zweck ist dabei nicht, eine spezielle Abwehr auf einen bestimmten Angriff anzuwenden, sondern die Angriffsenergie anzunehmen und geschmeidig den Energiefluss aufzunehmen. Jeder Angriff unterscheidet sich vom anderen. Der Aikidoka soll eine mentale Einstellung entwickeln, an jedem Ort, in jeder Situation und zum richtigen Zeitpunkt angemessen zu reagieren, um einen Angriff ins Leere umzuleiten. Die Aikidotechniken entfalten ihre volle Wirkung jedoch erst nach mehrjährigem ernsthaftem Training.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie wird Aikido unterrichtet ?&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Am Trainingsbeginn stehen wie bei anderen Budo-Sportarten auch Gymnastik und Dehnungsübungen um Muskeln, Sehnen und Bänder vor Verletzungen zu schützen. Alsdann werden spezielle Schrittfolgen, die allen Aikidotechniken zueigen sind, eingeübt&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Meditative Atemübungen zu Beginn und Ende eines jeden Trainings dienen dem Sammeln der physischen und psychischen Kräfte. Atemkraft (Kokyu) und geistige Kraft (Ki) gehören ebenso zu den Techniken wie ihr rein physisches Einüben. Das Ki fließt bei jeder Aikidotechnik und wird von Verteidiger zu Angreifer oder umgekehrt geleitet und verleiht jeder Handlung eine verstärkende Kraft. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bei den Falltechniken nehmen die Angreifer die Abwehrtechniken auf. Das richtige Fallen lässt den Angreifer unversehrt und wird somit für den übenden Aikidoka zur Sicherheitstechnik.</content>
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    <title>ju jutso</title>
    <published>2004-12-08T11:03:23Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:03:23Z</updated>
    <content type="html">Ju Jutsu&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; Jiu-Jitsu wurde um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert durch Matrosen in Europa eingeführt. Die Haltegriffe und die Stoß- und Schlagtechniken wurden in damaliger Zeit durch Ringergriffe und Boxtechniken angereichert und von nun an als Selbstverteidigung bekannt gemacht. Auf diese Weise entstand eine Art europäisches Jiu-Jitsu, bei der noch ein wenig des ursprünglichen Prinzips des Nachgebens und Ausweichens erkennbar war.&lt;br /&gt;Zeitweilig wird behauptet, Jiu-Jitsu werde seit mehr als 2.500 Jahren in Japan praktiziert. Tatsächlich aber wurden die Ursprünge dieser Kunst aus China eingeführt. Wahr bleibt allerdings, daß Jiu-Jitsu der Vorläufer des modernen Judo war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ju (Jiu) bedeutet nachgeben oder ausweichen, Jutsu (Jitsu) bedeutet Kunst oder Kunstgriff. Ju Jutsu ist demnach die Kunst der Kraft des Gegners nachzugeben und sie somit ins Leere zu leiten. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das moderne Sportart Ju Jutsu lehrt nicht Angriffs- sondern Verteidigungstechniken. Sie wurde im Jahre 1968 von Dan-Trägern verschiedener Budosportarten entwickelt. Ju Jutsu wurde zu einem effektiven Verteidigungssystem ausgebaut, das Elemente des Aikido, Karate Judo und des alten Jiu-Jitsu in sich vereint. Jede Verteidigungstechnik ist gegen verschiedene Angriffsformen einsetzbar. Bereits im Anfängerstadium wird versucht, bestimmte Abwehrtechniken durch dauerhaftes Einüben zu Automatismen bei den Schülern werden zu lassen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ju Jutsu besteht aus harten und weichen Elementen. Harte Elemente sind in erster Linie Techniken aus dem Karate wie Schläge, Stöße oder Tritte. Wurftechniken wurden dem Judo und dem Aikido entnommen. Zu den weichen Elementen zählen Hebel-, Würge- und Blocktechniken, die den Angreifer neutralisieren aber nicht verletzen sollen. Größtmögliche Effektivität der Techniken wird dann erreicht, wenn sie richtig und präzise nach den Prinzipien derjenigen Budo-Sportarten eingesetzt werden, aus denen sie entnommen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Prinzip des Karate:&lt;br /&gt;Schläge, Stöße und Tritte sind zugleich mit Kraft und Dynamik einzusetzen. Arme und Beine als Angriffswaffen erfahren größtmögliche Beschleunigung und und zielen auf einen möglichst kleinen Angriffspunkt um die Kraft zu konzentrieren. Vor einem Gegenangriff ist auch hier das Prinzip des Nachgebens anzuwenden, dem Angriff des Gegners geschmeidig ausweichen um seine Kraft ins Leere zu leiten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Prinzip des Aikido:&lt;br /&gt;Der Angreifer wird in eine Dreh- und Kreisbewegung des Verteidigers geleitet um so sein Gleichgewicht zu brechen und die Angriffsenergie gegen ihn selbst zu lenken. Es fügen sich Wurf- und Hebeltechniken an, mit denen der Angreifer erst zu Fall gebracht und anschließend unter Kontrolle gehalten wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Prinzip des Judo:&lt;br /&gt;Im Judosport, bei dem sich die Kontrahenten an den Jacken greifen, wird versucht, den Gegner aus dem Gleichgewicht zu bringen, damit er seine "Mitte" verliert und anschließend mit einer Wurftechnik zu Fall gebracht werden kann. Es wird gezogen, wenn gestoßen wird und gestoßen, wenn gezogen wird.</content>
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    <title>kendo</title>
    <published>2004-12-08T11:02:41Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:02:41Z</updated>
    <content type="html">Kendo &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;   Geschichte des Kendo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ursprünge&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kendo ist eine traditionelle japanische Fechtkunst, deren Ursprünge bis weit vor das 9. nachchristliche Jahrhundert zurückreichen. Alte Mythen und Kriegsromane überliefern uns von dieser frühen Form des heutigen Kendo ein Bild, das sie nur als Selbstverteidigungs- und Angriffsart darstellt. In diesem Sinne war sie weder "Kendo" noch "Ken-Jutsu", sondern lediglich eine reine Schwerttechnik. Gekämpft wurde mit einer Vorform des Katanas, dessen Klinge gerade verlief. Im Kampf wurde mit dieser Waffe, ähnlich dem europäischen Schwertkampfstil, vor allem gestoßen, gestochen und geschlagen. Erst viel später sollte sich die Kunst des Schneidens herausbilden, wofür die Entwicklung des geschweiften, d.h. leicht gebogenen Katanas Voraussetzung und von besonderer Bedeutung war. Dies geschah im 9. Jahrhundert. Erst jetzt nahm Kendo, damals auch "Heihô", "Ken-Jutsu" oder "Geki-Ken" genannt, seinen eigentlichen Anfang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;  Kendo wurde gegen Ende des 15. Jahrhunderts (Muromachi-Zeit) nach einheitlichen Gesichtspunkten systematisiert, da es bis dahin einer Vielfalt individueller Ausführungsmöglichkeiten unterlegen hatte. Mit &lt;br /&gt;dieser Vereinheitlichung wurden zu dieser Zeit auch die ersten Schulen gegründet, z.B. die Shinto-Ryu, Nen-Ryu, Chujo-Ryo und Kage-Ryu. Die alten Kata-Formen bildeten damals die grundlegenden Übungen, die mit dem Katana oder Bokuto (Holzschwert) ausgeführt wurden. Das Dojo wurde zum Ausbildungsort dieser Übungen.&lt;br /&gt;Im 17. Jahrhundert (Tokugawa-Zeit) diente Kendo hauptsächlich der Ausbildung der Samurai (japanische Ritter). Zu jener Zeit verschmolz Kendo erstmals mit dem Begriff des "Bushido" (Weg des Kriegers/ Gefolgsmannes), einem wichtigen Bestandteil der japanischen Geistesgeschichte, und beanspruchte somit neben der reinen Technik auch die Ausformung einer geistigen Kraft. Das bedeutete für die Erziehung des Samurai, moralische Ziele wie Menschenliebe (Zin), Gerechtigkeit (Gi), Höflichkeit (Rei), Klugheit (Chi) und Glaube (Chin) anzustreben. Die Verschmelzung des Kendo mit der Lehre des Buddhismus, aber auch mit der des Konfuzianismus fand darin seinen Höhepunkt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heutige Kendo wurde in der Mitte des 18. Jahrhunderts entwickelt. Chuzo Nakanishi von der Itto-Ryu-Schule und Shirozaemon Naganuma von der Zikishinkage-Ryu-Schule entwickelten die Kendo-Rüstung, bestehend aus Men (Helm), Kote (Handschuhe), Do (Brustpanzer) und Tare (Hüftschutz), sowie das Fechtschwert aus Bambus, das "Shinai". Das praktische Training sowie das Wettkampf-Training bestand nun nicht mehr im alleinigen Erlernen der Kata-Formen, sondern wurde zusätzlich sportlichen Regeln unterstellt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In der Meiji-Zeit (1868-1912) unterlag Kendo vielen Prüfungen. Die Meiji-Restauration veränderte die politische Struktur in großem Maße, die Modernisierung und Öffnung nach außen hin erfolgte in schnellen Schritten. Als eine Folge davon verlor die Klasse der Bushi (Samurai), deren Privileg es war, Kendo auszuüben, an Ansehen und Rang. Damit einhergehend galt Kendo am Anfang dieser Epoche als überholt und in den Traditionen veraltet, teilweise wurden sogar Kendo-Lehrer, die beim Unterrichten des &lt;br /&gt;Kendo gefaßt wurden, inhaftiert. Die neuen Machthaber und die beginnende Industrialisierung forderten modernere Ziele und Denkweisen als die der Samurai. Das alte Klassensystem wurde abgeschafft, die Samurai ihres gesellschaftlichen Ranges und ihrer Vormachtstellung beraubt. Schließlich nahm man ihnen im Jahre 1876 mit dem "Haitou-Rei", einer Gesetzesverordnung, auch noch ihr letztes und wichtigstes Symbol: das Tragen der Schwerter wurde verboten. Das führte zu Aufständen der Samurai, die aber blutig niedergeschlagen wurden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während der Meiji-Zeit kam es in Japan jedoch zu zwei großen Kriegen gegen China (1894) und Rußland (1904). Zu dieser Zeit erfuhr Kendo durch die Wiederbesinnung auf nationales Gedankengut eine ungeahnte Renaissance: 1896 wurde der erste japanische Budo-Bund, "Dai Nihon Butoku Kai", gegründet. 1911 führte man Kendo erstmals als offiziellen Schulsport für alle Gymnasien ein und legte damit den Grundstein für das moderne Kendo.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1912 erarbeitete der Budo-Bund eine Vereinheitlichung der bis dahin gültigen Kata-Formen und reduzierte deren Vielzahl auf die noch heute zu erlernenden 10 Grundformen, die Nihon-Kendo-Kata. Nach und nach wurde Kendo so modernisiert, daß es als Nationalsport allgemeine Verbreitung finden konnte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während des 2. Weltkrieges wurde Kendo mißbräuchlich in den Dienst des Militarismus gestellt. Der Geist des Kendo sollte für die kriegerischen Aktivitäten genutzt werden und die Staatstreue fördern. Zu diesem Zweck wurde es 1941 zum Hauptpflichtfach für alle männlichen Schüler ab der 5. Klasse. Aber auch alle wehrfähigen Männer wurden verstärkt im Kendo ausgebildet, damit sich ihre Kampfeslust steigere. Die militärischen Ausrichtung hatte zur Folge, daß die eigentlichen Ideen des Kendo in den Hintergrund traten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das änderte sich jedoch nach dem 2. Weltkrieg. Als Verlierer mußte Japan 1945 ein Besatzungsstatut der Amerikaner hinnehmen, welche die Ausübung des Kendo als "Wurzel des Militarismus" verbaten. Auch der japanische Budo-Bund "Dai Nihon Butoku Kai" wurde wegen der Gefahr, daß durch ihn das Nationalbewußtsein wieder gestärkt werden könnte, verboten. Insgeheim ist Kendo jedoch weiter praktiziert worden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mit dem Friedensvertrag im Jahre 1951 und der damit verbundenen Wiedergewinnung der Unabhängigkeit fiel dieses Verbot weg. Im Oktober 1952 rief man den neuen japanischen Kendo-Bund "Zen Nihon Kendo Renmei" als Sektion des japanischen Sportbundes "Nihon Taiiku Kyokai" ins Leben. Vom Staat wurde Kendo zunächst jedoch sehr zurückhaltent gefördert. Als Schulsport wurde es erst 1953 wieder eingeführt und an der Gymnasialstufe als Wahlfach angeboten. Allerdings verfügte das japanische &lt;br /&gt;Kultusministerium die Umbenennung von Kendo als Schulsport in "Shinai-Kyogi" (Shinai-Sport). Erst 1957 durfte Kendo wieder mit Kendo betitelt werden, einige Jahre später wurde es dann wieder zum Budo- Pflichtfach: 1962 an der Mittelstufe, 1963 an der Gymnasialstufe. Erstmals konnte man nun Kendo auch an der Universität in Theorie und Praxis lernen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nachdem Kendo seit der Meiji-Zeit diese wechselvolle Geschichte durchlaufen hatte, war es im eigenen Land nun so rehabilitiert und gefestigt, daß man damit begann, Kendo über den Schulsport hinaus auch als Vereinssport zu fördern. Auch Kinder und Frauen begannen nun, Kendo zu erlernen. Darüber hinaus wurde Kendo auch außerhalb Japans immer populärer und von hunderttausenden Aktiven in zahlreichen Ländern praktiziert. Diese Internationalisierung fand u.a. ihren Ausdruck in den Weltmeisterschaften, die alle drei Jahre von der IKF (International Kendo Federation) organisiert werden. Inzwischen gehen Millionen Menschen auf der ganzen Welt den Weg des Kendo.</content>
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    <title>sumo</title>
    <published>2004-12-08T11:01:44Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:01:44Z</updated>
    <content type="html">Ursprünge des Sumo&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um die Ursprünge des Sumo ranken sich verschiedene Legenden. Die wohl am meisten zitierte ist die, dass das japanische Volk infolge eines Sumo-Kampfes entstanden ist. Der Legende nach trug der Gott Nehm-mikazuchi einen Sumo-Kampf mit dem Führer eines der rivalisierenden ebenfalls auf den japanischen Inseln lebenden Völkern aus, den er schließlich gewann, womit auch die Vormachtstellung der Japaner auf den Inseln begründet wurde. Vertrauenswürdigere Quellen sprechen jedoch bei den Anfängen des Sumo von einem Zeitraum von vor ca. 1.500 Jahren.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Sumo-Aufführungen stellten keine Kämpfe dar, sondern waren religiöse Rituale mit Gebeten, mit denen die Götter gnädigt gestimmt werden sollten, um reiche Ernten zu garantieren. Neben Gebeten wurden Tänze und Dramen in einigen Schreinbezirken aufgeführt. Während der Nara-Periode um das 8. Jahrhundert n.Chr. fanden diese Rituale zusammen mit Ringkämpfen, Musik und Tanz auch Eingang in den japanischen Kaiserhof. Das ursprüngliche Sumo hatte allerdings wenig mit der heutigen Ausübung gemein, die Kontrahenten schoben und schubsten sich weitestgehend über die Kampffläche. Erst der Kaiserhof entwickelte allmählich ein Regelwerk, das das damalige Sumo dem heutigen sehr ähnlich machte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1192 etablierte sich in Kamakura eine Militärdiktatur, was sich positiv auf die Entwicklung des Sumo auswirkte, da man erkannt hat, dass sich Sumo vorteilhaft auf die Kampfkraft der Krieger auswirkte. Als Abart des Sumo entwickelten die Samurai-Krieger das Ju Jitsu. Im Jahre 1603 wurde schließlich der Frieden im Lande wiederhergestellt und die verschiedenen rivalisierenden Gruppen vereinigten sich unter dem Tokugawa-Shogunat. Der neue Frieden unter der Edo-Periode führte zu einer blühenden Entwicklung des Handels; Wohlstand stellte sich ein, die Bevölkerung wollte unterhalten werden. In dieser Zeit fand Sumo eine rasche Verbreitung und wurde zum Nationalsport Japans.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Regeln&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;   Der Sumo-Ring wird nach den Reisstrohsäcken, die die unterschiedlichen Bereiche des Rings markieren, Dohyo benannt. Die Säcke sind zu ihrem größten Teil eingegraben. Das Dohyo misst 18 Quadrat-Fuß und ist 2 Fuß hoch. Es ist aus einer speziellen Art von Ton gemacht. Die Oberfläche wird mit einer dünnen Sandschicht bedeckt. Der Kampf findet im inneren Kreis, der einen Durchmesser von 15 Fuß (4,55m) hat, statt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Über der Kampffläche schwebt ein an Sailen aufgehängter stilisierter Shinto-Schrein, an dessen 4 Kanten riesige Quasten, die vier Jahreszeiten darstellend, herunterhängen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Um einen Sumo-Kampf zu gewinnen, muss der Gegner &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;aus dem inneren Kreis gedrängt &lt;br /&gt;oder &lt;br /&gt;im dohyo geworfen werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hierbei ist es nicht erforderlich, dass der Gegner für eine Niederlage vollständig fällt, es genügt, wenn der rikishi den Boden mit irgendeinem Körperteil, mit Ausnahme der Füße, und sei es nur mit den Haaren, dem Knie oder einer Fingerspitze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gleichfalls ist es für eine Niederlage nicht zwingend, dass der Gegner vollständig den inneren Kreis verlässt, es ist bereits ausreichend, wenn er nur mit Fußspitze oder Ferse die Markierung überschreitet.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Kampf ist es verboten,&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;mit den Fäusten zu schlagen&lt;br /&gt;mit den Füßen zu treten&lt;br /&gt;an den Haaren zu ziehen&lt;br /&gt;in Magen oder Brustkorb zu schlagen oder zu treten&lt;br /&gt;am mawashi, der lebenswichtige Organe schützt, zu ziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sumo kennt im Gegensatz zu anderen Kampfsportarten keine Einteilung in Gewichtsklassen, so dass durchaus zwei sehr unterschiedlich schwere Kontrahenten sich im Ring gegenüber stehen können. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Japan werden traditionell jährlich 6 große Turniere ausgetragen. Drei Wettbewerbe finden in Tokio sowie je einer in Kyushu, Nagoya und Osaka statt. Die Wettbewerbe dauern jeweils fünfzehn Tage. Jeder Kämpfer tritt einmal am Tag mit jedem Gegner zum Kampf an. Ausschlaggebend für den Ausgang eines jeden Turnieres und somit dem Gewinn des Kaiser-Pokals ist das Verhältnis zwischen Anzahl der Siege gegenüber der Anzahl der Niederlagen. Neben dem großen Pokal werden drei weitere Prise vergeben:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;der shukunsho für den Kämpfer, der die meisten Großmeister (yokozuna) und Meister (ozeki) besiegt hat&lt;br /&gt;der kantosho für bewiesenen Kampfgeist&lt;br /&gt;der ginosho für die beste Technik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Voraussetzung für den Erhalt eines dieser Preise ist, dass der rikishi mindestens acht der fünfzehn Kämpfe gewonnen haben muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Die Ringrichter&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Die gyoji genannten Ringrichter sind zweifellos die am farbenprächtigsten gekleideten Teilnehmer eines Sumo-Wettbewerbes. Sie tragen Kimonos im Stile der Samurai aus der Kamakura-Periode ca. 1.400 n.Chr. Die von ihnen getragenen schwarzen Hüte aus Gaze sind denen der Shinto-Priester nachempfunden. Ebenso wie die Kämpfer gehören auch die Ringrichter verschiedenen Klassen an, die man äußerlich an der Farbe der Quaste ihrer Fächer erkennen kann:&lt;br /&gt;purpur bzw. purpur/weiß für einen tate-gyoji, den höchsten Rang. Nur ein tate-gyoji darf einen Kampf eines yokozunas entscheiden.&lt;br /&gt;rot für einen san-yaku&lt;br /&gt;rot-weiß für einen maku-uchi&lt;br /&gt;blau-weiß für einen juryo&lt;br /&gt;blau-schwarz für den untersten Rang.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Den höheren Ringrichtern ist das Privileg eingeräumt, japanische Socken mit einzelnen Zehen -tabi-, ähnlich den Fingerhandschuhen zu tragen. Zugleich tragen sie zur Unterscheidung von den niederen barfuß laufenden Rängen Strohsandalen -zori-. Zu Beginn eines Kampfes betritt der Kampfrichter den Ring und nennt mit seiner besonders geschulten hohen Stimme die Namen der Kontrahenten. Bei Sumo-Kämpfern ist es üblich, sich für ihre öffentlichen Auftritte besonders klangvolle poetische Namen auszuwählen. Diese können hergeleitet sein von den Namen von Sumo-Meistern, ihrer Geburtsorte oder enthalten den Bestandteil -umi (Meer), -gawa (Fuss) oder -yama (Berg). Der Kampf beginnt, wenn der Schiedsrichter seinen Fächer hebt; während des Kampfes ruft er den Kämpfern ermunternd zu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Für alle Sumo-Kämpfe, unabhängig davon, ob Meister im dohyo stehen oder nicht, sind 5 Schiedsrichter erforderlich. Der goyji wird unterstützt durch vier in traditionelle schwarze Kimonos gekleidete Richtr, die an den 4 Seiten des dohyos sitzen. Ernannt werden sie durch den toshiyori. Im Flle von Zweifeln an Entscheidungen des goyji treten sie in den Ring und beraten sich. Ihnen steht es sogar zu, essen Entscheidung zu ändern oder eine Wiederholung des Kampfes anzuordnen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während des Kampfes sind die Kontrahenten nur mit dem sog. mawashi bekleidet. Dieser Schurz besteht aus zwei Fuß breiter und ca. 10 yard langer Seite. der mawashi wird angelegt, indem er in der Breite sechsmal gefaltet und je nac Statur des rikishi 4 bis 8 mal um die Hüfte geschlungen wird. Das Repertoire an Sumo-Techniken kennt ungefähr siebzig Griffe, die ein Griff an den mawashi umfassen. Die vorn am mawashi herabhängenden Schnüre aus Seide dienen lediglich dekorativen Zwecken und werden nur mit Leim befestigt. Sie werden daher häufig vor dem Kampf abgenommen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Beginn eines Kampfes wird von einer Reihe von traditionellen Zeremonie begleitet. Zuerst spült der rikishi seinen Mund mit Wasser, symbolisch für die Quelle der Reinheit, zur Läuterung von Geist und Körper aus. Anschließend reibt er seinen Körper mit einem Papiertuch ab. Das Anheben der Arme und das feste Stampfen mit den Füßen ist eine Ableitung vom dohyo-iri der yokozuna. Ein Privileg der maku-uchi-rikishi, der juryo-rikishi und der maku-shita-rikishi ist das Werfen des Salzes in das dohyo. Der eigentliche Kampf wird eingeleitet, wenn sich die rikishi mit den Fäusten auf den Boden gestützt im Ring gegenüber hocken und sich scharf beobachten; diese Einleitung wird shikiri genannt. Das shikiri, das der Beobachtung, der Einschätzung oder gar der Einschüchterung des Gegners dient, darf bei den yokozuna bis zu 4 Minuten dauern, den yuryo-rikishi sind nur 3 Minuten erlaubt und die niedrigsten rikishi-Ränge müssen unmittelbar mit dem Kampf beginnen. In den Anfangszeiten des Sumo konnte das shikiri unendlich lange dauern, eine zeitliche Begrenzung wurde erst 1928 mi einem Höchstlimit von zehn Minuten eingeführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Die Rangliste der rikishi&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  In Japan gibt es nach der offiziellen Rangliste -banzuke- ca. 800 Sumo-Kämpfer. Hierbei werden alle Kämpfer vom Großmeister (yokozuna) bis zum Anfänger erfast. Der jeweilige Rang des einzelnen wird bei den 17-tägigen Kämpfen, den basho, stets aufs neue geprüft und durch den Verband, dem Nihon-Sumo-Kyokai, in einer Rangliste veröffentlicht, die in einer alten kalligrahischen Variante der japanischen Schrift gedruckt ist. Hierbei gibt es eine Einteilung in zwei Mannschaften, Ost und West. Die Einteilung ist jedoch vollkommen willkürlich und besagt keinesfalls, dass es sich um rivalisierende Mannschaften handelt oder dass ein rikishi gegen einen anderen der anderen Mannschaft kämpfen muss.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Auf der Rangliste -banzuke- ganz oben befinden sich die Gruppe maku-uchi, die fünf Ränge umfasst: yokozuna (Großmeister), ozeki (Meister), sekiwake, komusbi und maegashira. Die maku-uchi-Gruppe umfasst weniger als 40 Sumo-Kämpfer und stellt die Elite der japanischen Ringer dar. Die nächstfolgenden Gruppen sid in absteigender Rangfolge sandanme, jonidan und als untersten Rang jonokuchi. Diese Ränge nehmen allerdings nicht an jedem Turnier teil. Das 15 Tage dauernde Turnier beginnt am Morgen immer mit den Kämpfern der niedrigsten Ränge, der makushita. Den Höhepunkt eines jeden Tages bilden die Kämpfe der yokozuna.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Bezeichnung yokozuna tragen zu dürfen, gilt als besondere Ehre und höchste Auszeichnung. Der Titel eines Großmeisters wurde vor ca. 300 Jahren eingeführt, seitdem waren bisher nur 62 Sumo-Ringer berechtigt, diesen zu tragen. In der banzuke ist es nach den jährlichen Wettbewerben je nach Ausgang der Einzelergebnisse möglich, in einen niedrigeren Rang abzusteigen. Eine Ausnahme hiervon bilden die yokozuna, die, unabhängig vom Ausgang ihrer Kämpfe in einem basho, nicht mehr in der Rangliste absteigen können. Erzielt ein yokozuna jedoch zum wiederholten Male schlechte Ergebnisse, erwartet man von ihm zur Ehrenrettung, dass er zurücktritt. Damit einem Sumo-Ringer die Ehre eines yokozuna zuteil wird, muss er als Meister -ozeki- zwei basho nacheinander gewonnen haben. Aus subjektiver Sicht des Nihon-Sumo-Kyokai wird von ihm weiterhin erwartet, dass er kontinuierlich gute Resultate erzielt und der Stellung eines yokozunas würdig ist. Die Angehörigkeit eines rikishi zu einem bestimmten Rang bedingt auch den Stil, sein Haar zu tragen. Juryo und maku-uchi tragen einen Dutt, der nach dem Gingko-Blatt -o-icho-mage- benannt ist. Die niedrigeren Ränge tragen chon-mage, eine einfachere Methode das Haar mittels Papierstreifen zu binden. Das Tragen eines solchen Dutts leitet sich von der in der Edo-Periode üblichen Form ab und dient neben der Erkennbarmachung des Rangs auch dem Schutz des Kopfes im Falle eines Sturzes.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Sumo-Rituale&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Wie andere japanische Kampfsportarten auch, ist Sumo durch bestimmte Rituale mit symbolhaften Handlungen geprägt. Es ist jedoch einzigartig unter den Kampfsportarten, dass es durch seine traditionelle Etikette über sehr lange Zeit unverändert geblieben ist. An jedem einzelnen Tag der 15-tägigen Wettbewerbe, vor Beginn der Kämpfe der maku-uchi, findet eine Ringeintrittszeremonie, die sog. dohyo-iri, statt. Die Sumo-Ringer der maku-uchi betreten von den niedrigeren Rängen angefangen den dohyo, wobei sie Schürzen -kesho-mawashi- tragen. Diese Schürzen werden aus Seide gewebt, mit verschiedenen Mustern bestickt und mit Goldfransen gesäumt; ihr Wert kann durchaus bis u 3.000 US $ betragen. Die zuerst in den Ring getretene Mannschaft vollzieht ein kurzes Ritual und macht der gegnerischen Mannschaft Platz, um ihr ebenfalls Gelegenheit zu geben, diese Zeremonie zu vollführen. Auch die juryo kommen diesem Ritual vor ihren Kämpfen nach. Als letzte betreten die yokozuna das dohyo. Sie werden von einem ihren Rang würdigen goyji und zwei Ringern des maku-uchi, darunter einem Schwerträger, begleitet. Der yokozuna trägt über seinem Schurz ein geflochtenes 20 bis 35 Pfund schweres Hanftau, das am Rücken des rikishi in einem Bogen gebunden wird und auf der Vorderseite mit Papierstreifen, die in Zickzackmustern hängen, bestickt ist. Diese Papierstreifen stellen traditionelle religiöse Symbole dar, die man sowohl auf Shinto-Schreinen als auch in traditionellen japanischen Häusern finden kann. Zu Beginn eines jeden Kampfes befinden sich der Ringrichter mit zwei weiteren Kampfrichtern hockend im Ring, die yokozuna betreten nacheinander das dohyo und klatschen lautstark in die Hände, um die Aufmerksamkeit der Götter auf sich zu ziehen und heben beide Arme um allen Anwesendenzu zeigen, dass sie waffenlos sind. Anschließend stampfen sie mit beiden Beinen auf, um das Böse aus dem Ring zu vertreben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Den Abschluss eines Wettbewerbstages bildet die Zeremonie des Bogentanzes, der nach dem letzten Kampf von einem makushita -Ringer aufgeführt wird. Der rikishi bekommt durch den gyoji einen Bogen übergeben, den er in der Luft wirbelt. Dieses Ritual geht auf die Edo-Periode zurück. Der Gewinner eines Kampfes soll einmal als Preis einen Bogen erhalten haben, über den er sich so freute, dass er einen Tanz aufführte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Beleitende Ereignisse eines basho&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Ankündigung eines basho wird ein 16 m hoher Turm aus Baumstämmen, der yagura, errichtet, auf dem eine Trommel zum yagura-daiko geschlagen wird. Die Höhe des Turmes wurde dadurch bestimmt, dass das Schlagen der Trommeln an der Oberfläche des Sumida-Flusses einen Widerhall erzeugen sollte, um den Beginn des Ereignisses weithin zu verkünden. Die Trommel wird zweimal geschlagen, als yose-daiko am Morgen um die Leute zusammenzurufen, und am Abend als hane-daiko um die Zuschauer für den kommenden Tag zu bitten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Text verwendete japanische Begriffe&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;banzuke&lt;br /&gt;-yokozuna&lt;br /&gt;-ozeki&lt;br /&gt;-sekiwake&lt;br /&gt;-komusubi&lt;br /&gt;-jonidan&lt;br /&gt;-jonokuchi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ranggruppen des banzuke&lt;br /&gt;-makushita&lt;br /&gt;-juryo&lt;br /&gt;-sandanme&lt;br /&gt;-makuno-uchi Rangliste&lt;br /&gt;-Großmeister&lt;br /&gt;-Meister&lt;br /&gt;-dritthöchster Rang&lt;br /&gt;-vierthöchster Rang&lt;br /&gt;-zweitniedrigster Rang&lt;br /&gt;-niedrigster Rang&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  dohyo&lt;br /&gt;dohyo-iri&lt;br /&gt;mage&lt;br /&gt;-chon-mage&lt;br /&gt;-o-ichi&lt;br /&gt;rikishi&lt;br /&gt;shikiri&lt;br /&gt;mawashi&lt;br /&gt;kesho-mawashi&lt;br /&gt;gyoji (shikimori.gyoji oder kimura-gyoyi)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;tate-gyoji&lt;br /&gt;yumitori-shiki&lt;br /&gt; der Sumo-Ring&lt;br /&gt;Ringeintrittszeremonie&lt;br /&gt;traditioneller Haarknoten&lt;br /&gt;-Haarknoten aller Sumo-Ringer&lt;br /&gt;-Haarknoten der beiden höchsten Gruppen&lt;br /&gt;Sumo-Ringer&lt;br /&gt;Startritual zu Anfang eines Kampfes&lt;br /&gt;Seidenschurz der Sumo-Ringer&lt;br /&gt;Zeremonieschürzen der beiden obersten RängeSchiedsrichter (der shikimori oder kimura-Gruppe)&lt;br /&gt;oberster Schiedsrichter&lt;br /&gt;Bogenzeremonie</content>
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    <title>karate</title>
    <published>2004-12-08T11:00:38Z</published>
    <updated>2004-12-08T11:00:38Z</updated>
    <content type="html">Viele westliche Schüler asiatischer Kampfsportarten werden, sofern sie sich eingehender mit den Wurzeln dieser Sportarten beschäftigt haben, auf Hinweise auf Bodhidharma gestoßen sein. In Japan ist er unter dem Namen "Daruma" bekannt. Dieser indische Mönch wird häufig als die Quelle aller Kampfsportvarianten bezeichnet, zumindest jedoch für diejenigen Stile, deren Wurzeln im legendären Shaolin-Tempel liegen. Allerdings wird die Frage seines Beitrags zu den Kampfkünsten und zum Zen-Buddhismus, ja sogar seine Existenz überhaupt, unter Historikern kontrovers diskutiert.&lt;br /&gt;Wie die Legende berichtet, hat die Entwicklung des Karate vor mehr als 1000 Jahre begonnen, möglicherweise sogar bereits im 5. Jahrhundert v.Chr. als Bodhidharma von Indien kommend in China, im Shaolin-si ("Kleiner Waldtempel") eintraf. Er führte ein System von Übungen ein, die bestimmt waren, Körper und Geist zu stärken, was angeblich den Beginn des Tempelboxens markiert. Bodhidharmas Übungen wurden zur Grundlage der meisten chinesischen Kampfkünste. Tatsächlich jedoch liegen die Ursprünge des Karate weiterhin im Dunkeln, Klarheit kommt in die Geschichte des Karate erst mit seinem Erscheinen auf der heute japanischen Insel Okinawa.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Okinawa ist die Hauptinsel der Ryuku-Inselkette, die sich von Japan bis nach Taiwan erstreckt. Umgeben von Korallen, ist Okinawa 10 Kilometer breit und erstreckt sich über 110 Kilometer Länge. Die Insel liegt 740 Kilometer östlich vom Festland Chinas und 550 Kilometer südlich von Japan und 550 Kilometer nördlich von Taiwan. Da die Insel sich im Kreuzungsbereich wichtiger Handelsrouten befand, wurde sie zuerst von den Japanern als Handelszentrum geschätzt. Später entwickelte sich Okinawa zum Zentrum des Handels für Japan, China, Indochina, Thailand, Malaysia, Borneo und die Philippinen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu Anfang war die als Karate bezeichnete Kampfkunst eine auf Okinawa entwickelte Form des Faustkampfes, die "Te" (Hand) genannt wurde. Den Einwohnern Okinawas war das Tragen von Waffen durch ihre Besatzer verboten. Sie verfeinerten daraufhin ihre Techniken des waffenlosen Kampfes, die im Geheimen an die Schüler weitergegeben wurden. Günstig wirkte sich auch der Einfluß anderer Kampfkünste aus, die von Adligen und reisenden Händlern auf der Insel eingeführt wurden. Die Kunst des Te entwickelte sich über die Jahre immer weiter, in erster Linie in den drei Inselstädten Shuri, Naha und Tomari. Jede einzelne dieser Städte stellte ein unterschiedliches Zentrum dar: König und Adel, Kaufleute und Händler, Bauern und Fischer. Aus diesem Grunde entwickelte sich in jeder Stadt eine andere Form der waffenlosen Selbstverteidigung, die nach ihrer Herkunft benannt wurden: Shuri-Te, Naha-Te und Tomari-Te. Eine Oberbezeichnung hierfür ist Okinawa-Te oder Tode (chinesische Hand). Allmählich bildeten sich im Karate zwei Hauptformen heraus: Shorin-ryu um die Städte Shuri und Tomari herum und Shorei-ryu in der Region von Naha. Es sollte jedoch betont werden, daß alle drei Städte nicht weit voneinander entfernt lagen und daß die Unterschiede in den Formen eher oberflächlicher Natur waren. Gichin Funakoshi sieht die Unterschiede zwischen den beiden Stilen darin, daß Shorin-ryu schnell und geradlinig war und mit dem natürlichen Atemrhythmus ausgeführt wurde, wohingegen Shorei-ryu aus runden Bewegungen bestand und die Atmung synchron mit jeder Bewegung geschah. Es ist interessant festzustellen, daß diese beiden unterschiedlichen Ausführungsweisen auch im Kung-Fu bestehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das chinesische Zeichen im Wort Tode konnte auch als kara ausgesprochen werden, wobei Te ersetzt wurde durch Kara Te - Jutsu oder wie die Meister Okinawas sagten: Kunst chinesischer Hände. Diese Bezeichnung wurde später durch Gichin Funakoshi in Karate-Do geändert, der eine andere Bedeutung des Zeichens Kara verwendete, nämlich "leer". Von nun an bedeutete Karate "leere Hand". Do bedeutet "Weg" oder "Pfad". &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die erste öffentliche Darbietung des Karate fand im Jahre 1917 durch Gichin Funakoshi im Butoku-den in Kyoto statt. Diese und folgende Präsentationen begeisterten die Japanern einschließlich ihres damaligen Kronprinzen Hirohito. Im Jahr 1922 wurde Funakoshi durch Dr. Jano Kano, dem Gründer des modernen Judo, eingeladen, um Karate im berühmten Kodokan-Dojo vorzustellen und um die neue Kampfkunst in Japan zu lehren. Diese Förderung war wesentlich für die weitere Verbreitung des Karate in Japan. Ohne die Unterstützung eines so renommierten Meisters wie Kano, wäre Karate als "Bauernsport aus Okinawa" von den Japanern verachtet worden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute gibt es im Wesentlichen vier Stilrichtungen des Karate: Goju-ryu, Shito-ryu, Shotokan und Wado-ryu:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Goju-ryu entwickelte sich aus dem Naha-Te heraus. Seine Popularität ist wesentlich auf Kanryo Higaonna (1835-1915) zurückzuführen, der ein Dojo in Naha eröffnet hatte und acht Formen aus China mitbrachte. Sein bester Schüler, Chojun Miyagi (1888-1953) gründete Goju-ryu, den harten-weichen-Weg im Jahre 1930. Goyu-ryu betont besonders die Kombination aus sanften kreisförmigen Abwehrblöcken, denen schnelle starke Gegenangriffe folgen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shito-ryu wurde im Jahre 1928 begründet durch Kenwa Mabuni (1889-1952), der gleichermaßen durch Naha-Te und Shuri-Te beeinflußt wurde. Der Name Shito wurde abgeleitet von den Schriftzeichen für die Namen von Mabunis Lehrern: Ankoh Itosu und Kanryo Higoanna. Shito-ryu-Schulen verwenden eine große Zahl an Katas (ca. 50). Der Stil ist charakterisiert durch eine starke Betonung von Kraft beim Ausführen der Techniken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Shotokan wurde im Jahre 1938 in Tokio durch Gichin Funakoshi (1868-1957) begründet. Funakoshi wird heutzutage als Gründer des modernen Karate angesehen. Auf Okinawa geboren, begann er Karate zusammen mit Yasutsune Azato, einem großen Kampfkunstexperten Okinawas, zu studieren. 1921 führte Funakoshi Karate erstmals in Tokio ein. Im Jahre 1937, fast siebzigjährig, eröffnete er sein eigenes Übungszentrum. Dieses Dojo wurde Shotokan, nach dem Künstlernamen Funakoshis, mit dem er in seiner Jugendzeit Gedichte unterschrieb, genannt. Shotokan-Karate kennzeichnet sich aus durch geradlinige Techniken und tiefe Körperstellungen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wado-ryu, der "Weg der Harmonie", wurde 1939 durch Hienori Otsuka, einem Schüler Funakoshis, als ein System aus Karate und Ju-Jutsu entwickelt. Kennzeichnend für Wado-ryu ist die Kombination aus Grundbewegungen des Ju-Jutsu mit Ausweichbewegungen und die Betonung besonders weicher Bewegungen</content>
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    <title>nord korea</title>
    <published>2004-12-08T10:59:29Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:59:29Z</updated>
    <content type="html">Nord-Korea     &lt;br /&gt;  Staatsname: Demokratische Volksrepublik Korea (Choson Minchu-chui Inmin Konghwa-guk)   &lt;br /&gt;  Mitgliedschaften: UNO   &lt;br /&gt;  Hauptstadt: Pjöngjang 2.355.000 Einwohner   &lt;br /&gt;  Lage: 124°-131° östlicher Länge, 38°-43° nördlicher Breite   &lt;br /&gt;  Fläche: 122.762 qkm&lt;br /&gt;Wald: 74,4%, Agrar 20,3%, Wasser 0,1%, Sonstige 5,%    &lt;br /&gt;  Klima (Durchschnittstemperatur, Niederschläge):&lt;br /&gt;Pjöngjang Januar -8°C (15 mm) , Juli 24°C (236 mm)   &lt;br /&gt;  Staatsform: KommunistischeVolksrepublik (seit 1948)     &lt;br /&gt;  Einwohner: 25,5 Mio&lt;br /&gt;Lebenserwartung: Männer 66 J (Welt 64 J), Frauen 72 J (Welt 68 J)     &lt;br /&gt;  Städte: Pjöngjang 2.355.000 Einwohner, Hamhung 701.000, Chonjin 520.000, Nampo 370.000, Sunchon 356.000, Sinuijiu 330.000     &lt;br /&gt;  Religionen: Volksreligionen 15,6%, Chondogyo 13,9%, Buddhisten 1,7%, Christen 0,9%, Konfessionslose 67,9%     &lt;br /&gt;  Nationalitäten: Koreaner 99,8%, Chinesen 0,2%     &lt;br /&gt;  Nach dem Waffenstillstand von 1953 trennt die Demarkationslinie entlang des 38. Breitengrades das Land von Süd-Korea. Das größtenteils gebirgige (bis 2.744 m hoch), warmgemäßigte und klimatisch relativ stark von der asiatischen Festlandsmasse beeinflusste Land weist nur hinter der stark gegliederten Westküste größere Ebenen und Tiefländer auf. Wald bedeckt über 70% der Fläche. Nord-Korea ist zwar noch immer weitgehend ein Agrarland (Anbau von vor allem Reis, ferner von Gerste, Hafer, Hirse, Roggen, Sojabohnen, Tabak, Mais und Baumwolle), doch wurde letzthin der Abbau der reichen Bodenschätze (Kohle, Eisen, Zink, Gold, Kupfer, Mangan, Wismut, Nickel, Wolfram, Blei, Silber, Phosphat und Graphit) und der Ausbau der Textil-, Leder-, Holz-, keramischen, chemischen und Metallindustrie sehr stark gefördert. Neben dem Bergbau liefern Metall-, Textil- chemische- und Maschinenindustrie die wichtigsten Exportgüter. Die Viehzucht und der Fischfang haben sehr große Bedeutung für den Inlandsbedarf. Sehr wertvoll sind die Holzvorräte der Wälder. Wesentlich für die Energieversorgung ist die Nutzung der reichen Wasserkräfte. Das Verkehrsnetz ist erweiterungsbedürftig. Haupthäfen sind Tschinnampho, Nadschin, Tschongdschin, Hungnam und Wonsan. Seit den 90er Jahren geht die Wirtschaftskraft Nord-Koreas jedoch jährlich um ca. 5% zurück. Die finanzielle und materielle Hilfe Chinas für das von Energieknappheit betroffene Land wurde im letzten Jahrzehnt zunehmend eingeschränkt. Kim II Sung hatte eine kommunistische Gesellschaft nach sowjetischem und chinesischem Vorbild errichtet, die gegen das Ausland abgeschirmt wurde. Die Bevölkerung verarmt zusehends, es herrscht Lebensmittel- und Energieknappheit. Arzneimittel sind unerschwinglich. Die Kindersterblichkeitsrate steigt. Erst im Jahre 2000 öffnete Kim Jong II das hermetisch abgeschirmte Land für einige wenige ausgesuchte Personen für Kurzbesuche von süd-koreanischen Verwandten.</content>
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    <title>süd korea</title>
    <published>2004-12-08T10:58:49Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:58:49Z</updated>
    <content type="html">Süd-Korea     &lt;br /&gt;  Staatsname: Republik Korea (Taehan, Dähan minkuk)   &lt;br /&gt;  Mitgliedschaften: UNO, APEC   &lt;br /&gt;  Hauptstadt: Seoul 10,6 Mio Einwohner   &lt;br /&gt;  Lage: 126°-132° östlicher Länge, 33°-38° nördlicher Breite   &lt;br /&gt;  Fläche: 99.263 qkm&lt;br /&gt;Wald: 65,6%, Agrar 22,5%, Wasser 0,3%, Sonstige 11,6%    &lt;br /&gt;  Klima (Durchschnittstemperatur, Niederschläge):&lt;br /&gt;Seoul Januar 2°C (25 mm) , Juli 24°C (248 mm)   &lt;br /&gt;  Staatsform: präsidiale Republik (seit 1948)     &lt;br /&gt;  Einwohner: 46,8 Mio&lt;br /&gt;Lebenserwartung: Männer 67 J (Welt 64 J), Frauen 75 J (Welt 68 J)     &lt;br /&gt;  Städte: Seoul: 10,6 Mio Einwohner, Pusan 3,8 Mio, Taegu 2,2, Mio, Inchon 1,8 Mio, Kwangju 1,1 Mio, Taejon 1,1 Mio     &lt;br /&gt;  Religionen: Buddhisten 27,6%, Christen 24,3%, Konfuzianer 1,0%, Wonbulgyo 0,3%, Sonstige 0,8%, Konfessionslose 46,0%     &lt;br /&gt;  Nationalitäten: Koreaner 99,9%, Sonstige 0,1%     &lt;br /&gt;  Das Land ist durchschnittlich niedriger und weniger gebirgig, der Anteil des Ackerlandes ist höher als in Nord-Korea. Das Klima ist warmgemäßigt bis subtropisch und, vom Monsun bestimmt, im allgemeinen feuchter. Süd-Korea ist dicht besiedelt, der Anteil der Landwirtschaft geht zu Gunsten der Beschäftigten in der Industrie konstant zurück (Tigerstaat). Der Reisanbau ist weit verbreitet. Da zwei Ernten im Jahr möglich sind, werden weithin Gerste und Reis nacheinander angebaut. Außerdem werden Hirse, Weizen, Mais, Sojabohnen, Gemüse, Süßkartoffeln sowie Baumwolle, Tabak und Zuckerrohr geerntet. Der Wald nimmt 65,6% der Fläche ein und ist wirtschaftlich ebenfalls wertvoll. Gering ist die Bedeutung der Viehzucht und groß die der Fischerei. Wichtige Exportgüter des primären Sektors sind Fische und Holz. An Bodenschätzen ist Süd-Korea ärmer als der Norden. Hauptprodukte sind Wolfram, Kohle, Graphit, Eisen, Gold, Silber, Kupfer, Blei u.a. Die süd-koreanische Wirtschaftsleistung wuchs in den 90er Jahren mit jährlichen Raten zwischen 5 und 9%. Korea wurde zur Gruppe der sog. Kleinen Tigerstaaten in Südostasien gezählt, die auf dem Sprung zum Industriestaat sind. Das Eisenbahn- und Straßennetz ist relativ gut. Haupthäfen sind Intschhon als Hafen Seouls, Pusan und Kunsan.</content>
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    <title>china</title>
    <published>2004-12-08T10:57:51Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:57:51Z</updated>
    <content type="html">Volksrepublik China&lt;br /&gt;(Zhonghua Renmin Gonghe Guo) &lt;br /&gt;  Mitgliedschaften APEC, UNO &lt;br /&gt;  Hauptstadt Peking 5,8 Mio Einwohner &lt;br /&gt;  Lage 71°-135° östl. Länge&lt;br /&gt;18°-53° nördl. Breite &lt;br /&gt;  Fläche 9.579.909 qkm&lt;br /&gt;Agrar 43,3%&lt;br /&gt;Wald 12,2%&lt;br /&gt;Gebirge 33,0%&lt;br /&gt;Wasser 2,8% &lt;br /&gt;  Klima (Peking) Temperarur / Niederschläge Jan. -5°C 4 mm&lt;br /&gt;Juli 26°C 243 mm &lt;br /&gt;  Staatsform Sozialistische Volksrepublik seit 1949 &lt;br /&gt;  Staatsoberhaupt Jiang Zemin (seit 1993) *1926 &lt;br /&gt;  Einwohner 1993 1,18 Mrd&lt;br /&gt;2000 1,30 Mrd &lt;br /&gt;  Lebenserwartung Männer 68 J (Welt 64 J)&lt;br /&gt;Frauen 64 J (Welt 68 J) &lt;br /&gt;  Städte Shanghai 7,5 Mio&lt;br /&gt;Peking 5,8 Mio&lt;br /&gt;Tianjin 4,7 Mio&lt;br /&gt;Shenyang 3,6 Mio&lt;br /&gt;Wuhan 3,3 Mio&lt;br /&gt;Guangzhou 2,9 Mio &lt;br /&gt;  Religionen Volksreligionen 20,1%&lt;br /&gt;Buddhisten 6,0%&lt;br /&gt;Moslems 2,4%&lt;br /&gt;Christen 0,2%&lt;br /&gt;Sonstige 0,1%&lt;br /&gt;Konfessionslose 71,2% &lt;br /&gt;  Ethnische Gruppen Han-Chinesen 92,0%&lt;br /&gt;Zhuang 1,4%&lt;br /&gt;Hui 0,8%&lt;br /&gt;Manjuren 0,8%&lt;br /&gt;Miao 0,7%&lt;br /&gt;Sonstige 4,3% &lt;br /&gt;  Der subkontinentgroße Raum Chinas ist äußerst vielfältig und kontrastreich in landschaftlicher und klimatischer Hinsicht. Er bricht vom innerasiatischen Hochland Tibet in mehreren steilen Bruchstufen zum Pazifik hin ab. Man kann vier große Landschaftseinheiten unterscheiden: Nordost-, Nordwest, Südwest- und Südostchina werden durch eine von Nordosten nach Südwesten, vom großen Khingan über den großen Bogen des Huang Ho zum Brahmaputra-Knie (wo der hier Tsangpo genannte Strom nach Süden biegt und nach Indien hineinströmt) verlaufende und eine von Westen nach Osten, vom Kunlun zum Tsin Ling verlaufende Grenzlinie getrennt. Die östlichen Landschaften werden von Mittelgebirgen und niedrigeren Hochgebirgen eingenommen, zwischen die große Becken und Tiefländer eingeschaltet sind, die von den Strömen Huang Ho, Yangtze Kiang und Si Kiang entwässert werden. Der Nordosten mit dem Becken des Huang Ho und der Mandschurei hat teilweise sehr fruchtbare Lössböden und ein sommerwarmes, winterkaltes und nicht sehr feuchtes Klima. Südlich des Tsin Ling (4.166 m) ist das Klima der fruchtbaren Schwemmlandebenen und der niedrigen Hügel- und Mittelgebirgsländer teilweise subtropisch warm und feucht. Der Nordwesten wird von oft sehr trockenen, äußerst kontinentalen, wüsten- oder steppenhaften Tafelhochländern in Sinkiang und der Inneren Mongolei eingenommen, die nur in Oasen am Fuß der Gebirge und in Flusstälern größere wirtschaftliche Möglichkeiten bieten, während dem Südwesten vor allem das Tibetische Hochland angehört. Es ist der durchschnittlich höchstgelegene und am dünnsten besiedelte Teil Chinas.</content>
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    <title>wing tsung</title>
    <published>2004-12-08T10:56:36Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:56:36Z</updated>
    <content type="html">Wing Tsun ist ein alter chinesischer Boxstil, der ins Deutsche übersetzt "schöner Frühling" heißt. Der Legende nach soll dies der Name einer von zwei Frauen sein, die dieses Kampf- und Selbstverteidigungssystem aus ihren Erfahrungen im Training mit Mönchen des Shaolin-Klosters entwickelt haben sollen. Eine ihrer Erkenntnisse ist, dass bei Beherrschung von Techniken auf gleichem Niveau und bei gleicher Mentalität derjenige Kämpfende überlegen ist, der über die größere physische Kraft verfügt. Aus diesem Grunde wurden bei allen Kampfkünsten, die als Sport ausgeübt werden, die Staffelung in Gewichtsklassen eingeführt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Um der Überlegenheit von größerer Körperkraft zu entgegnen, wurde unter dem Einfluss des Tao ein Selbstverteidigungssystem geschaffen, das dieses physische Ungleichgewicht ausschaltet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das System des Wing Tsun basiert auf nur 12 Grundbewegungen. Zugunsten einer höheren Effektivität und größerer eigener Sicherheit des Verteidigers werden geradlinige Bewegungen bei gleichzeitigem Verzicht auf artistische Techniken wie z.B. Tritte zum Kopf oder umständliche Drehtechniken bevorzugt. Gleichzeitig wird Wing Tsun daher für den Schüler leichter erlernbar und schneller erfolgversprechend beherrschbar. Ein weiteres Trainieren der Grundtechniken führt zu gesteigerter Präzision und Schnelligkeit. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wing Tsun geht davon aus, dass der Verteidiger raumfüllenden schwungvollen Faustangriffen oder Halbkreistritten dadurch begegnet, dass er diesen in der Ausführung kurze gerade Konterangriffe in die offene Deckung entgegensetzt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Die Vermittlung des Wing Tsun &lt;br /&gt;  Die Pyramide der Effektivität&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;1. Form: Siu-Nim-Tau&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Siu-Nim-Tau bedeutet zu Deutsch "kleine" oder "junge Idee". Dem Schüler werden alle Standbewegungen vermittelt, die für den Kampf wichtig sind. In dieser Trainingsform werden gymnastische, Körper kräftigende und Grundtechniken des Wing Tsun miteinander verbunden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;2. Form: Cham-Kiu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Begriff Cham-Kiu kann mit "Brückensuche" übersetzt werden. In dieser zweiten Form beschäftigen sich die Schüler in erster Linie mit Beinarbeit, da der Gegner nicht statisch ist sondern sich ebenfalls bewegt. Desweiteren sollen im Cham-Kiu die Pläne des Gegners erkannt und zum eigenen Vorteil durchkreuzt werden. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Charakteristisch für das Wing Tsun ist, dass es auf bühnenreife Techniken verzichtet, die ballettartige Tritte zum Kopf des Gegners beinhalten sowie gesprungene Tritte oder Fauststöße um die gesamte Achse des eigenen Körpers, d.h. alle Techniken, die das eigene Gleichgewicht stören, werden bewusst nicht angewendet.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;   Die Techniken dieses Kampfstiles richten sich an den Bedürfnissen der Praxis aus, weswegen das Training sich auch nicht wie bei anderen Kampfkünsten an Prüfungsordnungen orientiert. Ebenso wird von Prüfungen und Graduierungen abgesehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Holzpuppe (Mak Jongg)&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Häufiges Trainingsinstrument ist eine Holzpuppe mit mehreren, ein bis drei "Armen", an der sich Schlagkraft, Koordination, Präzision und Schnelligkeit effektiv trainieren lässt. Bekannt ist diese auch aus Hong-Kong-Action-Streifen. Auf das Holzpuppentraining sollte im Wing Tsun nach Möglichkeit nicht verzichtet werden. &lt;br /&gt;Links abgebildete Variante kann bezogen werden von Lo Man Kam Wing Chun Kung Fu Association, Lo Man Kam Wing Chun Kung Fu Schule in Marburg.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Waffen im Wing Tsun&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wing Tsun werden lediglich zwei Waffen eingesetzt. Die eine ist das Schmetterlingsmesser mit einer Länge von 40 - 50 cm; die andere ist der Langstock, der bis zu 2,25 m Länge aufweisen kann.</content>
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    <title>Entstehungsgeschichte des Tai Chi Chuan (Tai-Ji-Quan</title>
    <published>2004-12-08T10:55:10Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:55:10Z</updated>
    <content type="html">)Entstehungsgeschichte des Tai Chi Chuan (Tai-Ji-Quan&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  Um die Entstehungsgeschichte des Tai Chi Chuan ranken sich verschiedene Legenden. Eine, wenn auch wenig glaubwürdige, ist die folgende:&lt;br /&gt;Der alten taoistische Priester Zhang-Sang-Feng hatte auf dem heiligen Berg Wu-Dang einen Traum, in dem ihm der legendäre Kaiser Xuan-Wu erschien und ihm das Tai Chi Chuan vermittelte. Hiernach wäre Tai Chi Chuan ein Geschenk der Götter.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wahrscheinlicher jedoch ist die Überlieferung, dass die Familie Chen aus der chinesischen Provinz He-Nan für die Entwicklung und Verbreitung des Tai Chi Chuan, das zu dieser Zeit noch andere Erscheinungsformen als heute aufwies, verantwortlich war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Stil des Chang-Quan (langes Boxen) wurde nach dem chinesischen Fluss Chang-Jiang (Jangtsekiang) benannt, da er mit den endlosen gleichen Bewegungen des Flusses verglichen wurde. Der Chang-Quan-Stil besteht aus dreizehn Grundformen, weswegen es auch ganz einfach als "Dreizehn Formen" (Shi-Shan-Shi) bezeichnet wird.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der Dreizehn-Formen-Stil besteht aus acht Grundhaltungen für die Hände und fünf Grundformen für die Körperhaltung. Dieser Stil weist große Ähnlichkeiten mit der Kampfkunst des Generals Qi-Ji-Guang (1528-1587 n.Chr.) zur Zeit der Ming-Dynastie auf. Der General entwickelte einen neuen Kampfstil, indem er aus den damals unter den Chinesen bestehenden sechzehn unterschiedlichen Boxschulen (Familien) die besten Formen auswählte, änderte oder miteinander verband. Seine Ergebnisse stellte er im Quan-Jing, dem Buch des Boxkampfs, dar. Man vermutet, dass das Tai Chi Chuan in starkem Maße durch den Stil Generals Qi-Ji-Guang beeinflusst wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Eigenschaften dieses neuen Boxstils wurden durch den Kampfkunst-Meister Wang-Zong-Yue (1736-1795 n.Chr.) in seinem Buch Tai-Ji-Quan Lun (Abhandlung über das Tai-Ji-Quan) beschrieben. Bemerkenswert ist, dass er die Philosophie des Yin und Yang in eine enge Beziehung zu dem neuen Boxstil brachte. Gleichzeitig führte er auch erstmals den Namen des Tai Chi Chuan, auch Tai-Ji-Quan, ein. Der Zeitpunkt, zu dem die Familie Chen diese neue Bezeichnung erstmals übernahm, ist nicht überliefert. Es ist jedoch bekannt, dass sich die neue Kampfkunst Tai Chi Chuan ausgehend von der Provinz He-Nan ab dem Jahre 1850 schnell über ganz China verbreitet hat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im 19. Jahrhundert unterlag das Tai Chi Chuan einigen wesentlichen Veränderungen. Die kraftbetonten und explosiven Elemente wurden zu Gunsten von sanften und anmutigen Bewegungen herausgenommen. Das Resultat dessen ist die heutige Erscheinungsform des Tai Chi Chuan. Auf Grund seiner lockeren, weichen und runden Bewegungen war Tai Chi Chuan nicht mehr nur athletischen Sportlern vorbehalten, sondern konnte nunmehr auch von Kindern, Kranken und älteren Menschen praktiziert werden, was allmählich dazu führte, dass diese Kampfkunst auch wegen seiner gesundheitsfördernden Auswirkungen zur Vorbeugung und Behandlung von Krankheiten angewandt wurde.</content>
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    <title>kung fu</title>
    <published>2004-12-08T10:53:44Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:53:44Z</updated>
    <content type="html">Fünf Tiere Hung Kuen Shaolin Kung Fu &lt;br /&gt;  Die in China praktizierten Kung Fu-Stile sind zahlreich. Man spricht von bis zu 600 verschiedenen Stilrichtungen, die sich jedoch verständlicherweise zum Teil nur geringfügig voneinander unterscheiden. Eine dieser 600 ist das Shaolin-Kung-Fu, das sich seinerseits in verschiedene Stile spaltet.&lt;br /&gt;Das Shaolin-Kung-Fu lässt sich bei erster Betrachtung in nördliche und südliche Shaolin-Stile einteilen. Die nördlichen Stile sind erkennbar an den hohen Standtechniken und dem nahezu schon akrobatischen Einsatz der Fuß- und Beintechniken; die südlichen Stilrichtungen sind charakterisiert durch tiefe, stabile Standtechniken und dem großen Energieeinsatz in Hand- und Armtechniken. Aus diesem Grunde ist in China auch die Umschreibung zu finden: "Fäuste des Südens und Füße des Nordens."&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Stilrichtung "Fünf Tiere Hung Kuen Shaolin Kung Fu" gehört zu den südlichen Stilrichtungen. Der Legende nach übten sich seit dem 2. Jh. v.Chr. chinesische Mönche eines Shaolin Klosters im daoistischen System der Fünf Tiere -Wuqinxi- nach Hua Tuo. Dieser Hua Tuo (190-265 n.Chr.) war ein chinesischer Arzt, der die Grundlagen für ein System der therapeutischen Gymnastik legte. Hierbei orientierte er sich an einem System aus Übungen aus dem 2. Jh.v.Chr., das sich die Bewegungen von Tieren zum Vorbild nahm, dem Wuqinxi. Vorbilder waren Kranich, Bär, Hirsch, Affe und Tiger. Das System nach Hua Tuo bildete die Grundlage für weitere therapeutische Übungssysteme, die von den Buddhisten und Daoisten zur Entwicklung des Chi, der inneren Energie oder Vitalkraft, verwendet wurde. Diese Übungen sind auch heute noch unter dem Namen Qigong bekannt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der heilende Aspekt der Übungen wurde in der Folgezeit im Shaolin Kloster zu Gunsten einer kämpferischen Entwicklung zurückgedrängt. Das Wuqingxi -(Fünf Tier)-System ist sowohl eine Weiterentwicklung aus dem Übungssystem nach Hua Tuo als auch nach den Übungen der "18 Händen der Buddha-Schüler", dem Shiba Lohan Chuan nach Bodhidharma, einem buddhistischen Wandermönch, der aus Indien nach China gelangte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das heute praktizierte Fünf Tiere Hung Kuen Shaolin Kung Fu orientiert sich an den Bewegungen von Leopard (Baoquan), Tiger ( Huxingquan), Drache (Longquan), Storch (Hokquan bzw. Hequan) und an denen der Schlange (Shequan).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Jedes dieser fünf Tiere steht symbolhaft für bestimmte Eigenschaften:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dem Leoparden wird Schnelligkeit zugesagt, symbolisch stehen seine Bewegungen für die Stärkung der Muskeln&lt;br /&gt;Der Tiger hat Kraft, er steht für die Kräftigung von Knochen und Gelenken. &lt;br /&gt;Der Drache symbolisiert geistige Stärke; er steht für das Konzentrationsvermögen und die Ausbildung der Sehkraft.&lt;br /&gt;Der Storch wird gleichbedeutend mit Flexibilität gesehen und steht für die Ausbildung der Sehnen.&lt;br /&gt;Die Schlange als Symbol bildet die Atmung aus und fördert die Vitalkraft des Menschen, das Chi.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gemeinsam ist allen Stilrichtungen das Bestreben, Körper und Geist in einem harmonischen Ganzen zu vereinigen, einen Ausgleich zwischen den polarisierenden Kräften des Yin und Yang zu schaffen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Shaolin-Kung Fu wird nicht nur mit bloßen Händen gekämpft, sondern auch der Umgang mit Waffen geübt. Zu nennen sind hier in erster Linie Schwert, Wurfsterne, Lanzen, Hellebarden, Nadeln, Drei-Glieder-Stäbe und Nun-Cha-Ku's. Das Training mit den Waffen dient neben der Verlängerung der Arme im Kampf auch dem Einüben geschmeidigerer Bewegungen und der Stärkung von Muskeln und Sehnen.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Leopard Tiger Drache Storch Schlange</content>
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    <title>bruce lee</title>
    <published>2004-12-08T10:52:37Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:52:37Z</updated>
    <content type="html">Das Leben von Bruce Lee&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Die Eltern von Bruce Lee lebten in Hong Kong. Sein Vater Lee Hoi Chuen arbeitete dort als Schauspieler an der Cantonese Opera Company. Im Jahre 1939 ging er mit seiner Frau Grace, seinem Sohn Peter sowie seinen beiden Töchtern Phoebe und Agnes aus Anlass einer USA-Tournee nach San Francisco. Dort wurde Bruce am 27. November 1940, im chinesischen Jahr des Drachen, als viertes von später insgesamt fünf Kindern geboren. Sein eigentlicher chinesischer Name lautet Lee Jun Fan. Als Bruce drei Monate alt war, kehrten seine Eltern nach Hong Kong zurück.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bereits im Alter von 4 Jahren übernahm er zusammen mit seinen Schwestern Phoebe und Agnes kleinere Statistenrollen in chinesischen Kriegsspielen. Zwei Jahre später erhielt er von dem Direktor des letzten Films seines Vaters, der sehr von Bruce beeindruckt war, die Möglichkeit, eine kleine Rolle selbst zu spielen.    &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bruce und Yip Man Die ersten Kampfkunsttechniken wurden Bruce durch seinen Vater, einem Meister des Tai Chi Chuan, beigebracht. Dieser schickte ihn auch seit er ein kleiner Junge war, in die Schule zum Wing Tsun Großmeister Yip Man. Bruce kämpfte jedoch nicht nur in der Schule. Häufig, was seinem Vater sehr missfiel, war Bruce in Straßenkämpfe verwickelt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Bruce Lee war jedoch nicht nur ein guter Kung Fu-Kämpfer, sondern auch ein begnadeter Tänzer. Sowohl in seiner Heimat Hong Kong als auch später in den Vereinigten Staaten gewann er zahlreiche Tanzwettbewerbe. So war er u.a. auch Cha-Cha-Meister von Hong Kong.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1959 als 19-jähriger zog Bruce Lee in die USA. Hier besuchte er die High School und anschließend das College. Während dieser Zeit hat er niemals seine Eltern um finanzielle Unterstützung gebeten. Bruce nahm an der Universität von Washington ein Philosophie-Studium auf, das er dadurch finanzierte, dass er nachts in einem Restaurant als Kellner arbeitete. Er merkte allerdings schon bald, dass das nicht sein Lebensstil war, kündigte seine Arbeit und begann Kung Fu zu unterrichten. Eine seiner Schülerinnen war Linda Emery, seine spätere Frau. Nach der Hochzeit am 17. August 1964 zog das junge Paar nach Oakland, Kalifornien, wo es zunächst bei James Lee, mit dem Bruce nicht verwandt ist, und seiner Familie wohnte. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Am 01. Februar 1965 kam Sohn Brandon zur Welt. Kurz darauf starb Bruce Vater Lee Hoi Chuen, zu dessen Beerdigung er nach Hong Kong flog. Damals war es noch Sitte, nach dem Aussteigen aus dem Flugzeug auf die Knie zu gehen, um den Heimatboden zu berühren. Bruce kniete sehr effektvoll nieder und weinte lauthals, wobei er seinen toten Vater um Verzeihung bat. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während eines Turniers im Jahre 1964 in Long Beach fiel Bruce Lee durch sein Geschick und seine Schnelligkeit im Kampf auf. Dort wurde ein Filmteam, das eine Besetzung für eine Rolle in der TV-Serie "Charlie Chan" suchte, auf ihn aufmerksam und nahm ihn unter Vertrag. Die Besetzung wurde allerdings nie realisiert. . &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Sein schauspielerisches Debut gab Bruce Lee im Jahre 1966 als Kato in der damals sehr beliebten Fortsetzungsserie "The Green Hornet", die ihn sehr bekannt machte. Nach Ablauf der TV-Serie nach einem Jahr merkte er, dass zu seinem Missfallen fernöstliche Passagen nur selten darin vorkamen. Bruce bekam eine kleine Rolle in dem Film "Marlow" mit James Garner; weiterhin wirkte er in einigen Episoden der TV-Serie "Longstreet" mit James Coburn mit. In dieser Serie fiel zum ersten Mal der Name "Jeet Kune Do" als Lees eigener Kampfstil. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;1969 zog die Familie Lee nach Los Angeles, wo die Tochter Shannon geboren wurde. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;The Green Hornet&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Parallel zur Schauspielerei eröffnete Bruce Lee einige Sportschulen, in denen er seinen Stil des Jeet Kune Do unterrichtete. Sein Bekanntheitsgrad war durch "The Green Hornet" so groß, dass er bis zu 275 US $ für eine Unterrichtsstunde verlangen konnte. Zu seinen Schülern zählten u.a. auch James Coburn und Steve McQueen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bruce wartete eigentlich darauf, von Hollywood entdeckt zu werden, was allerdings nicht geschah. Enttäuscht begab er sich nach Hong Kong. Im Jahre 1969 wurde "The Green Hornet" schließlich in Hong Kong wiederholt, was ihm dort eine Fangemeinde von Millionen, die Kato als einen ihresgleichen aus Hong Kongs Mitte ansahen, bescherte. In seiner Heimat verglich er die Hong Kong Produktionen mit den amerikanischen Filmen und stellte schnell fest, dass die asiatischen einfacher und ursprünglicher waren. Der Hong Kong Film war wie für ihn geschaffen. Er begann, sich mit Kamera- und Beleuchtungstechniken, Redaktion und Produktion der Filmherstellung zu beschäftigen. Bruce Lee kam in Kontakt mit dem Filmproduzent Raymond Chow, dem Eigentümer der Golden Harvest Studios, der ihn einen Vertrag über 2 Filme unterschreiben ließ. 1971 wurde "The Big Boss" unter extremen klimatischen Bedingungen in einer thailändischen Kleinstadt gedreht. "The Big Boss" brach in Hong Kong sämtliche Kassenrekorde. Der zweite Film "The Fist of Fury" (1971) ließ ihn in der Gunst seiner Fans noch höher steigen. Schließlich gründete er in Kooperation mit Raymond Chow seine eigene Film-Produktionsgesellschaft, unter der "The Way of the Dragon" (1972) und "Enter the Dragon" (1973) gedreht wurden. Hier war Bruce Regisseur, Schauspieler und Drehbuchautor in einem. &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Im Jahre 1972 begann Bruce Lee mit den Dreharbeiten zu dem Spielfilm "The Game of Death", die er jedoch unterbrach, um "Enter the Dragon" zu drehen. "The Game of Death" wurde erst 1978 fertiggestellt. Die Rolle Bruce Lees blieb hier allerdings auf 12 Minuten beschränkt, da er am 20.Juli 1973 in Hong Kong an einer durch eine allergische Reaktion auf ein Schmerzmittel ausgelöste Hinschwellung starb. Sein Sohn Brandon wurde 1993 bei den Dreharbeiten zu "The Crow" erschossen. Vater und Sohn liegen nebeneinander begraben auf dem "Lake View Cementary" in Seattle / Washington.</content>
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    <title>china shaolin</title>
    <published>2004-12-08T10:51:30Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:51:30Z</updated>
    <content type="html">170 Übungen dienten als Grundlage für Kampftechniken in dem Kloster der Shaolin Schule in China. Es heißt, dass es gar nicht so einfach war, im Shaolin Kloster seinen Abschluss als Meister zu machen. Ein Student konnte erst das Kloster verlassen, wenn er drei schwierige Tests bestanden hatte. Daher blieben viele Schüler 10 - 15 Jahre dort.&lt;br /&gt; &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;  Der erste Test bestand aus einer strengen mündlichen Prüfung über Theorie und Geschichte der Kampfkunst.&lt;br /&gt;Die zweite Prüfung war ein richtiger Kampf mit einer Reihe von geübten Mönchen. Wenn ein Student seine Sache gut machte, durfte er sich dem letzten Test unterziehen. Dieser war ein mörderischer Gang durch ein speziell konstruiertes Labyrinth, dessen einziger Ausgang das Haupttor des Tempels war. In diesem Labyrinth waren 108 mechanische Puppen verteilt, mit Holzfäusten, rasiermesserscharfen Spießen und Messern und einem ganzen Arsenal von speziellen chinesischen Waffen versehen. Während sich der Prüfling durch das Labyrinth bewegte, lösten die Planken, auf denen er ging, die Mechanik der Puppen aus. Die Puppen waren nach einem Zufallsmuster programmiert, so dass der Prüfling vorher nie wusste, ob er von einer oder mehreren Puppen oder von keiner angegriffen wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Student es schaffte, sich bis zum Tor durchzuschlagen, erwartete ihn da der Höhepunkt: Der Ausgang war durch eine 500 Pfund schwere glühend heiße Urne versperrt. Wenn er ins Freie gelangen wollte, musste der Prüfling seine Arme um die Urne schlagen und sie zur Seite hieven. Dabei wurden ihm von der Urne zwei Symbole in die Unterarme eingebrannt. Einen Drachen auf seinen rechten Arm und einen Tiger auf seinen linken Arm. Dadurch war er als Absolvent des Shaolin-Tempels gekennzeichnet und fortan wurde er mit äußerster Ehrerbietung und Hochachtung behandelt, wo immer er hinkam.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dies ist die Harte Schule, sie hatte viele Stilvarianten. Die Weiche Schule, zu der auch das Tai Chi Chuan zählt, hat nur drei Grundstile. Die Weiche Schule wurde kurz nach dem Jahr 1000 n.Chr. gegründet. Ihre Übungen waren im wesentlichen "weich". Alle Stile haben eine gemeinsame Beziehung zur taoistischen Philosophie. Sehr beliebt war der langsame und anmutige Bewegungsstil und vor allem die Tatsache, dass sie besonderen Wert auf die Entfaltung des geheimnisvollen Chi oder Qi im Körper legten, eine Kraft, die den Kämpfer schützen soll.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Von allen chinesischen Übungssystemen bieten sie dem Zuschauer das schönste Bild, doch ganz bestimmt ist es besonders schwer, Tai Chi Chuan in seiner vollen Entfaltung zu beherrschen. Selbst nach jahrelangem Studium erreicht man erst die unterste Stufe. Wahre Meister dieser Kunst müssen diese Übungen nicht einmal mit dem Körper ausführen, um eine Heilwirkung zu erzielen, sondern versetzen sich in einen Zustand der Meditation, in dem sie dann im Geiste den Ablauf einer Form nachvollziehen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der bekannteste der drei Grundstile der Weichen Schule ist das Tai Chi Chuan, was soviel bedeutet wie "Große äußere Faust". Tai Chi, wie die Adepten diesen Stil nennen, stellt das höchste Ziel aller Übungs- und Kampftechniken dar. Jedes chinesische Übungssystem der Selbstverteidigung, so auch Ta Mos Gesundheitsprogramm, musste man in jenen turbulenten Zeiten beherrschen, als die chinesische Gesellschaft noch von Kriegsherren unterdrückt wurde. Auch Tai Chi gehört dazu. Von den Chinesen selbst wird es als eine Art Schattenboxen gehalten.</content>
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    <title>escrima</title>
    <published>2004-12-08T10:50:02Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:50:02Z</updated>
    <content type="html">Escrima&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     &lt;br /&gt;  Man wird Escrima am ehesten gerecht, wenn man es einfach als einen Oberbegriff für alle philippinischen Kampfkünste mit Stock und Schwert sieht. Das Wort entstammt der spanischen Sprache, in der "la esgrima" das Fechten bezeichnet. Ebenso wie die philippinische Kultur von indischen, indonesischen, malaiischen und spanischen Elementen beeinflusst wurde, so ist auch Escrima unter diesen mannigfachen Einflüssen zu einer selbständigen philippinischen Kampfkunst gewachsen, die sich mit Sock- und Schwertfechten sowie auch der waffenlosen Selbstverteidigung beschäftigt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die ersten Europäer, die sich auf philippinischen Boden begaben, waren die Spanier unter Führung des portugiesischen Seefahrers und Eroberers Fernando Magellán. Magellán setzte zuerst Fuß auf die Insel Mactan auf den Zentralphilippinen, die er für die spanische Krone in Besitz nahm und weitete anschließend die Eroberung auf die umliegenden Inseln aus. Wie zu erwarten widersetzte sich die einheimische Bevölkerung dem Machtstreben der Kolonialisten und es kam am 27. April 1521 zur historischen Schlacht von Mactan. Unter Führung von Lapu Lapu gelang es der Inselbevölkerung den Spaniern eine empfindliche Niederlage beizufügen, Magellán verlor in den Kämpfen sein Leben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Der italienische Chroniker Antonio Pigaffetta, der der Flotte Magellans angehörte, wusste über den unerwartet heftigen Widerstand der einheimischen Bevölkerung zu berichten, dass diese sich äußerst effektiv mit Stöcken, Schwertern, Speeren und Macheten mit geübten Techniken gegen das gut gerüstete spanische Heer zur Wehr setzte. Erst 50 Jahre später, 1565, kamen die spanischen Eroberer mit einem größeren Heer zurück und besiegten die einheimischen Filippinos durch zahlenmäßige Überlegenheit und durch den Einsatz überlegenerer Waffen wie Pistolen, Musketen und Kanonen. Die Spanier besetzten die Inseln nahezu 400 Jahre lang, anschließend folgte ab 1898 eine US-amerikanische und schließlich im Zweiten Weltkrieg eine japanische Besatzungszeit. Unter allen Besatzern war das Stock- und Schwertfechten offiziell verboten, es wurde jedoch im Geheimen von den Meistern an die Schüler ungebremst weitergegeben.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Im Gegensatz zu den z.B. japanischen Kampfkünsten und ähnlich dem Viet Vo Dao in Vietnam war Escrima niemals nur Sport oder Teil eines religiösen Rituals. Die Filipinos benutzen Escrima zur Selbstverteidigung und es wurde während der Besetzungen zu einer immer gefürchteteren Kampfkunst. Unter den amerikanischen Besatzern wanderten zahlreiche Filipinos nach Hawaii aus, von wo es sich allmählich unter sportlichen Aspekten zu verbreiten begann. Eine Kommerzialisierung setzte ca. Mitte der 60er Jahre ein, gleichzeitig verminderten sich jedoch aber auch die ursprünglich gefährlichen und gleichzeitig effektiven Techniken des Escrima. Es gibt derzeit nur noch wenige Escrima-Lehrer, die den ursprünglichen Stil beherrschen und weitergeben können.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte des Escrima ist eine blutige. Escrima gehörte zum täglichen Überlebenskampf der verarmten Bevölkerung und die Techniken wurden immer ausgefeilter und wirkungsvoller. Noch bis vor wenigen Jahrzehnten bekämpften sich Anhänger rivalisierender Escrimastile. Sie traten gegeneinander in sog. Herausforderungskämpfen an, die ohne Schutzkleidung und ohne Regeln ausgeführt wurden. Die Waffe der Escrima-Kämpfer war in der Regel ein ca. 60 cm langer Hartholzstab. Eine Entscheidung wurde bei diesen Herausforderungskämpfen nur dadurch herbeigeführt, indem ein Kämpfer aufgab oder kampfunfähig wurde.</content>
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    <title>kämpfen und tanzen in eins capoeira</title>
    <published>2004-12-08T10:48:11Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:48:11Z</updated>
    <content type="html">Capoeira&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Capoeira ist eine Kampfkunst aus Brasilien, die ihren Ursprung in Afrika hat. Es ist eine Form zu kämpfen, &lt;br /&gt;die von den aus Afrika nach Brasilien verschleppten Sklaven entwickelt wurde, um sich gegen die Misshandlungen der portugiesischen Sklavenhalter zu verteidigen. Die "Geburt" des Capoeira fand in den Senzalas statt, den Orten, an denen die Afrikaner eingepfercht wurden. Capoeira stellte gleichzeitig eine geheime Waffe der Afro-Brasilianer dar, die als Tanz "verkleidet" und von Musik begleitet wurde. Viele Leute sehen daher Capoeira nur als Tanz an, andere als Kampfkunst und wieder andere als Religion oder gar kulturelle Identität.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Beschreibung von Capoeira variiert daher auch von der Persönlichkeit der ausübenden Personen. Capoeira ist ein indianisch-brasilianisches Wort, das einen kleinen Vogel bezeichnet, bei denen das Männchen überaus eifersüchtig ist und wilde Kämpfe mit Rivalen veranstaltet. Capoeira verbindet Elemente von Tanz, Musik, Ritualen, Akrobatik und Kämpfen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  Der Roda&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zur Ausübung von Capoeira wird ein Kreis in den Sand geformt, der Roda. Es wird Musik gespielt und jeder Umherstehende singt und klatscht während zwei Kontrahenten in der Mitte agieren. Das Leitinstrument ist das Berimbau. Ebenso wird eine Trommel, die Atabaqe genannt wird gespielt sowie das Pandeiro, ein Tamburin. Das Berimbau ist ein einsaitiges bogenförmiges Instrument mit einem Klangkörper aus einer Frucht an dem einen Ende. Weitere Instrumente sind die Trommeln Agogo und Atabaqui.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Capoeira umfasst Maculele, mit Klingen aufgeführt, und Maracatu, mit Stöcken.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während die Kontrahenten in der Roda stehen wird Musik gespielt und die Zuschauer singen.&lt;br /&gt;    &lt;br /&gt;  &lt;br /&gt;Geschichte&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  Ebenso wie in den USA, so gab es auch in Brasilien Sklaverei. Die Sklaven waren gezwungen, auf Zuckerrohr- und Tabakplantagen zu arbeiten und die Nachfrage nach Sklaven war groß. Zurzeit der Sklaverei wurden mehr als zwei Millionen Sklaven aus Afrika nach Brasilien entführt. Sie stammten aus verschiedenen Regionen Afrikas und hatten demzufolge auch verschiedene kulturelle Hintergründe. Die Sklavenschiffe legten in drei Häfen an: Salvador, Recife und Rio de Janeiro.&lt;br /&gt;Die Sklaven in Rio und Recife stammten aus unterschiedlichen ethnischen Gruppen, teilweise auch aus verfeindeten Stämmen, was es schwierig machte, eine Revolte zu organisieren. In Rio waren in erster Linie Sklaven von Bantu-Völkern während in Recife in erster Linie Schwarze aus West-Afrika waren. Als die Sklaven sich dessen bewusst wurden, dass ihre Situation unumkehrbar war und dass sie zur Sklavenarbeit gezwungen werden sollten, fingen sie an wegzulaufen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In Recife rebellierte eine Gruppe von 40 Sklaven gegen ihre Sklavenhalter, brachten alle weißen Angestellten um, brannten die Plantagenhäuser nieder und entschieden sich an einen Ort zu fliehen, wo sie vor Sklavenjägern sicher waren. Ihr Ziel waren die Berge, ein Weg, für den sie mehrere Monate benötigten. Wären nicht Indianer gewesen, die ihnen halfen, hätten sie ihr Ziel womöglich nie erreicht. Schließlich erreichten sie einen Ort, der mit Palmen im Überfluss bestanden war und der aus diesem Grund Palmares genannt wurde. Hier wurde eine afrikanische Gemeinde errichtet, die über ein Jahrhundert Bestand hatte; dort wurde auch der erste Capoeira entwickelt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Während niemand den enormen afrikanischen Einfluss auf Capoeira bestreiten kann, ist jedoch nichts über erste Formen von Capoeira in Afrika bekannt. Alles was darüber geschrieben wurde, ist reine Spekulation. Die älteste historische Aufzeichnung über Capoeira datiert aus dem Jahre 1770, lange nach den Anfängen der Sklaverei. Bis in die frühen Jahre des 18. Jahrhunderts folgten keine Aufzeichnungen mehr, erst danach in Form verschiedener Polizeiberichte aus Rio de Janeiro.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  PALMARES&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Laufe der Jahre wurden verstreute Siedlungen in den Bergen errichtet, die größte war Palmares mit 20.000 Einwohnern, die auch einige Weiße und Indianer beherbergte. Hier fügten sich Angehörige von Stämmen, die in Afrika verfeindet ware, zusammen um für ihr gemeinsames Ziel zu kämpfen. Eine neue Gemeinschaft bildete sich hier heraus mit einer reichen kulturellen Mischung. Auf diese Weise flossen verschiedene Tänze, Rituale, Religionen und Spiele zusammen. Palmares wuchs schnel heran durch immer mehr flüchtige Sklaven, was schließlich die portugiesischen Kolonisten zu beunruhigen begann. Die Einwohner von Palmares kamen von den Bergen herab um mit eigenen Erzeugnissen, Früchten und Tierhäuten zu handeln. Teilweise überfielen sie Plantagen und befreiten die dortigen Sklaven. Die Stadt begann einen nicht geringen Einfluss auf die Plantagen auszuüben, da immer mehr Sklaven flohen und auf diese Weise die Arbeitskräfte für die Plantagen zu schwinden begannen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Was die Situation für die Portugiesen noch verschlimmerte, war, dass die Holländer 1630 nach Brasilien eindrangen. Die Sklaven machten sich diese Situation zu Nutze, flohen mit Hilfe der Einwohner von Palmares von den Plantagen und halfen mit, die portugiesischen Streitkräfte zu bekämpfen, die sich nun einem Zweifrontenkrieg gegenüber sahen. Die Niederländer gewannen zwar den Krieg, die Afrikaner jedoch hörten nie auf zu kämpfen. Im Jahre 1644 stellten die Niederländer ein Expeditionskorps zusammen um nach Palmares zu marschieren, ein Vorhaben, das nie vollendet wurde. In den folgenden Jahren wurde ein zweites Korps aufgestellt, was in die Berge marschieren sollte, die Mission jedoch scheiterte.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Man muss hervorheben, dass diese Expeditionen von erfahrenen und gut bewaffneten Soldaten zusammengestellt wurden. Die Afrikaner jedoch entwickelten einen "Dschungelkrieg" bzw. einen Kampf aus dem Hinterhalt.  &lt;br /&gt;Capoeira war hierbei das Schlüsselelement bei den unerwarteten Angriffen. Mit schnellen und trickreichen Angriffen konnten die Afrikaner den Holländern beträchtlichen Schaden zufügen. Capoeira wurde so zu ihrer Waffe und zum Symbol ihrer Freiheit.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn eine Expedition erfolgreich war, wurden die Sklaven auf die Plantagen zurückgebracht, wo sie anfingen Capoeira zu lehren. Der Sonntag war Ruhetag und dann wurde Capoeira praktiziert. In ihren Unterkünften änderte sich die Art und Weise der Ausübung von Capoeira schon sehr bald. Musik, Gesang, Tanz und andere Rituale wurden hinzugefügt, um zu verbergen, dass eigentlich eine Kampfkunst praktiziert wurde.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In 25 Jahren erfuhren die Kolonien elf Rebellionen, die schließlich in der Abschaffung der Sklaverei am 13. Mai 1888 ihren Höhepunkt fanden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nach der Abschaffung der Sklaverei kehrten einige Sklaven nach Afrika zurück, die Mehrheit jedoch blieb in Brasilien. Da die Plantagenbesitzer kein weiteres Interesse an ihnen hatten, zogen viele in die Städte weiter, wo sich allmählich Elensquartiere "Favelas" herausbildeten. Es gab keine Möglichkeiten der Beschäftigung mehr für sie und viele organisierten sich in kriminellen Gangs. Andere, wenn auch nur wenige, konten auf Grund ihrer Kenntnisse von Capoeira als Leibwächter von Politikern arbeiten. Alle wurden jedoch von der Regierung als "Plage" angesehen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Hauptaktivitäten der Capoeiristas bestand darin, das politische Leben in Unordnung zu bringen. In den 1890ern waren einige hochstehende Persönlichkeiten der brasilianischen Gesellschaft Capoeiristas. Dies bedeutete eine Bedrohung für die Regierung, woraufhin der Präsident eine spezielle Polieitruppe zusammenstellte, um die Lage zu kontrollieren. Als sich dies als ineffektiv herausstellte, wurde ein rigoroses Strafgesetz erlassen. In Kapitel B dieses Gesetzes waren zehn Artikel alleine den Praktiken und Techniken sowie den Capoeira-bezogenen Verbrechen gewidmet. Ein späteres noch strengeres Gesetz bestimmte, dass jedem, der alsCapoeirista bekannt war, die Staatsangehörigkeit entzogen wurde. Um dieses Gesetz durchzusetzen, heuerte der Präsident einen Mann namens Sampaio an, der als der skrupelloseste Polizeichef in die Geschichte Brasiliens einging. Er war entschlossen, Capoeira auszulöschen. . &lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;   Was interessant ist, ist die Tatsache, dass Sampaio selbst ein ausgezeichneter Capoeirista war und als Schrecken der Gangs galt.&lt;br /&gt;Sampaios Polizeitruppe erlernte Capoeira, damit sie ihren Gegner mit eigenen Mitteln schlagen konnte. Wären die Capoeiristas in ihrem Widerstand nicht so hartnäckig gewesen und hätten sie nicht auf die Unterstützung einiger einflussreicher Personen zählen können, so wäre Sampaio möglicherweise erfolgreich gewesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ein einzelner Zwischenfall setzte Sampaios Verfolgung der Capoeiristas ein jähes Ende. Er nahm einen Mann namens Juca, einen Angehörigen des niederen Adels wegen Ausübung von Capoeira fest und forderte, dass dieser ausgewiesen würde. Dies jedoch hatte eine Regierungskrise für das Kabinett des Präsidenten zur Folge, da Jucas Vater ein sehr bekannter Mann war und die Unterstützung vieler Politiker genoss. &lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  Der Präsident berief ein Sondertreffen des Kabinetts ein und nach achtzehn Tagen traten zwei Kabinettsmitglieder zurück und Juca wurde ausgewiesen. Nach diesem Ereignis war eine Änderung in der Haltung der Capoeirista zu erwarten. Die Regierungsopposition schuf eine ausschließlich aus Capoeiristas bestehende schwarze Miliz, die Angst und Schrecken in der Hauptstadt verbreitete, um den Präsidenten zu stürzen. Die Polizei war machtlos gegen diesen Gegner und gerade als die Situation für die Polizei aussichtslos wurde, begann der Krieg zwischen Brasilien und Paraguay. Die schwarze Miliz wurde an die Front geschickt und aus den "outlaws", den Gesetzlosen, wurden Nationalhelden. Auf diese Weise begann für Capoeira ein neues Kapitel in der Geschichte Brasiliens.</content>
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    <title>thai boxing</title>
    <published>2004-12-08T10:46:12Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:46:12Z</updated>
    <content type="html">Geschichte des Thai-Boxens (Muay-Thai) &lt;br /&gt; Die Ursprünge des Volkes der Thai sind im Südwesten Chinas zu finden. Ab dem 9. Jahrhundert n.Chr. begannen sie gruppenweise in das Gebiet des heutigen Nordwest-Thailands zu ziehen. Diese Völkerwanderung hielt bis ins 13. Jh. n.Chr. an und stellte keinen plötzlichen und gewaltsamen Eroberungszug dar. Man vermutet, dass bereits zu dieser Zeit Muay-Thai in seiner Urform entstand, aus dem Bedürfnis heraus, sich zu verteidigen. Im Jahre 1220 fand ein Aufstand von zwei Thai-Prinzen statt, der schließlich zur Vertreibung der bis dahin in Sukhotai ansässigen Khmer führte. Im Jahre 1238 schließlich bestieg der sagenumwobene Indratitya den Thron und wurde zum ersten Herrscher über Sukhotai.&lt;br /&gt;Unter den Nachfolgern von Indratitya vollzog sich die Gründung des ersten Thai-Großreiches, das sich ungefähr mit dem heutigen Thailand deckt. Eine weitere Ausdehnung in Richtung Laos und Burma fand unter dem dritten König der Sukhotai-Dynastie, Rham Khamheng, statt. Um das Reich zu verteidigen rief der Herscher gute Muay-Thai-Meister aus allen Landesteilen zusammen, die ein effektives Kampfsystem entwickeln und die Soldaten ausbilden sollten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1350 wurde das Königreich Ayuthaya mit seiner gleichnamigen Hauptstadt von dem Fürsten U Thong, auch Rama Thiboldi I genannt, gegründet. Die bis dahin zu Sukhotai gehörenden Provinzen wurden bis 1438 vollständig von dem Königreich einverleibt. Die Bedrohung durch Birma im Westen war allgegenwärtig, Ayuthaya widersetzte sich diesem Hegemonialstreben bis zum Jahre 1569. Es wurden einige Stimmen laut, die behaupten, dass, wenn es kein Muay-Thai gegeben hätte, das Königreich sich nicht so lange hätte wehren können und es heute kein Thailand gäbe. Die Hauptstadt Ayuthaya wurde 1569 von den birmanischen Kriegern eingenommen und das Königreich wurde zur birmanischen Provinz. Als König wurde ein willfähriger Vasall mit Namen Mahathamaratcha eingesetzt. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Sein Sohn, der thailändische Prinz Narasuen der Große, der aus birmanesischer Geiselhaft entfloh, wurde zum Retter des Landes. Es gelang ihm in mehreren Feldzügen die Birmanesen zu vertreiben und er folgte seinem Vater im Jahre 1590 auf den Thron. In einem Zweikampf, später als der Sieg von Nong Saray bezeichnet, besiegt er schließlich auch den Thronfolger Birmas, was den Abzug der Birmanesen zur Folge hatte. Berichte über diesen Kampf erwähnen zum ersten Mal namentlich Muay Thai. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Bis ins 17. Jahrhundert hinein herrschte Wohlstand und Frieden im Lande. Der Handel mit Europa nahm seinen Anfang. Er wurde jedoch durch den König Phra Phetraja (1688-1703) auf Grund von angeblich immer neuen Differenzen zwischen den Handelsparteien unterbunden; die Europäer wurden des Landes verwiesen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der nachfolgende König, Phra Chao Sua, auch König Tiger genannt, wurde berühmt durch seinen Kenntnisse des Muay-Thai und seine zahlreichen Vergleichskämpfe. Bekannt wurde er schließlich auch durch sein ausschweifendes Leben, das letztendlich Ursache für seinen Tod im Jahre 1709 war. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Jahre 1767 eroberte Birma erneut Ayuthaya, das zu einer der blühensten Städte des Fernen Ostens seinerzeit war. Die Stadt wurde jedoch vollständig zerstört und niedergebrannt. In Flammen gingen leider auch die damaligen Archive auf, so dass die meisten Aufzeichnungen über die Geschichte Thailands und die des Muay Thai verloren gingen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Einem Unterbefehlshaber der Thai mit Namen Phaya Tak (Taksin) gelang es jedoch, dem Zugriff der Birmanen zu entkommen. Er fügte die versprengten Truppenteile der Thai zusammen und begann mit der Rückeroberung des Landes. Bis zum Jahre 1769 ist es ihm gelungen, Thailand in den Grenzen der Ayuthaya-Zeit wiederzuvereinen; Regierungssitz wurde die Stadt Thonburi. Im Jahre 1781 allerdings wurde Taksin, der zwischenzeitlich dem Wahnsinn verfallen war, durch seinen Offizier Phraya Chakri abgelöst und 1782 hingerichtet. Phraya Chakri bestieg nun als Rama I. den Thron und verlegte Hauptstadt und Regierungssitz nach Bangkok, wo die Chakri-Dynastie bis heute das Königreich Thailand regiert. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Wesentlichen verdankt Thailand seine Unabhängigkeit gegenüber dem britischen und französischen Kolonialisierungsdrang den Chakri-Herrschern König Mongkut (Rama IV.) und König Chulalongkorn (Rama V.). Diesen beiden Königen gelang es auch, ein starkes Nationalbewusstsein in der Bevölkerung zu bilden, das bis heute unter den Thailändern in Bezug auf die Unabhängigkeit ihres Landes, der Traditionen und der Kultur anhält. Konzentrationspunkt des Nationalbewusstseins ist der König, der auch in heutiger Zeit (König Bhumipol als Rama IX.) den Respekt aller Thai genießt. In der Sprache der Thailänder heißt ihr Land Muang Thai, gleichbedeutend mit Land der Thai oder Land der Freien ist. Der Name Thailand wurde erstmals 1939 als offizielle Landesbezeichnung für das bis dahin von den Europäern als Siam bezeichnete Land verwendet. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Geschichte Thailands ist von dem Streben nach Freiheit und Unabhängigkeit geprägt. Der Kampfsport Muay Thai verlor zu Lasten modernerer Verteidigungsformen und fortentwickelter Waffen während des 19. und 20. Jahrhunderts immer mehr an Bedeutung, jedoch ist er für das Selbstbewusstsein der Thai nach wie vor von großer Bedeutung. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Muay-Thai, das nach dem Zweiten Weltkrieg nach Einführung fester Regeln immer mehr an Bedeutung gewann, wird stets als Vollkontakt-Kampfsport ausgeführt. Es entstand eine Vielzahl an einzelnen unabhängigen Verbänden, die stets miteinander im Streit lagen. Diese Streitigkeiten fanden erst ein Ende, als die Regierung 1995 den World Muay Thai Council (WMTC) gründete. Weltweit unterstehen nun alle Muay-Thai-Verbände dem WMTC, der berechtigt ist, Verbote und Zulassungen auszusprechen. Der erste offizielle Titelkampf wurde unter den Champions der beiden größten Stadien -Lumpini und Rajadamnern- am 26.06.1995 ausgetragen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Kämpfer des Muay-Thai, die heute in den Stadien des Landes kämpfen, entstammen meist armen Familien vom Lande. Sie versuchen bereits sehr früh mit Kämpfen innerhalb des Dorfes etwas Geld zu verdienen. Die Erfolgreichen unter ihnen werden häufig in Kampf-Camps übernommen, wo sie weiter geschult werden, um auf nächsthöherer Ebene, den Provinzen, zu kämpfen. Einige werden auch an die Kampfbörse nach Bangkok vermittelt. Der Erlös im Falle eines Sieges wird nach ausgehandelten Sätzen zwischen Kämpfer und Promoter aufgeteilt. Der Kämpfer bezahlt hieraus auch seinen Trainer. Um eine Profikarriere zu beginnen, müssen sich die Athleten einer besonders rigiden Lebensführung unterziehen und Vielem entsagen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In jüngster Zeit ist Muay-Thai (oder auch Thai-Boxen) immer wieder als "Draufhau-Sport" ins Gerede gekommen. Dies liegt sicherlich auch daran, dass dieser Sport nur in der Vollkontakt-Variante ausgeübt wird und auch Knie- und Ellbogentechniken, in Europa jedoch nicht zum Kopf, enthält. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kampfkleidung bzw. Ausrüstung: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Mundschutz &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Boxbandagen &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Boxhandschuhe (8 Unzen oder 16 Unzen) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Kurze Hose &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Tiefschutz&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kampfzeit: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     D-Klasse 2 x 2 min. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     C-Klasse 3 x 2 min. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     B-Klasse 5 x 2 min. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     A-Klasse 5 x 3 min.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Kampfregeln:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erlaubte Techniken: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Knie- und Ellbogentechniken (in Europa nicht zum Kopf) &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Alle Tritttechniken mit dem Fuß oder dem Schienbein &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Alle Fausttechniken, der Handrückenschlag &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Das festhalten des gegnerischen Beins mit sofortiger Folgetechnik &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Clinchen&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Nicht erlaubte Techniken: &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Kopfstöße &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     imes,Times NewRoman"&amp;gt;     Nachschlagen wenn der Gegner am Boden liegt &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;     Schlag- und Tritttechniken gegen den Hinterkopf</content>
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    <title>koreanische kampfkünste</title>
    <published>2004-12-08T10:44:31Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:44:31Z</updated>
    <content type="html">Schon zu Urzeiten war der Mensch gezwungen, sich gegen wilde Tiere und gegen andere eindringende Sippen zu erwehren. In Ost- und Südostasien wurden dabei schon früh aus dem bloßen Kämpfen hochentwickelte Kampfkünste entwickelt, die sich im Laufe der Zeit immer weiter fortentwickelten.&lt;br /&gt;Der Legende nach entstand während der Regentschaft des 24. Silla Königs Chin Hung im Jahre 632 n.Chr. eine Jugendorganisation, die sich Hwarang (sprich Farang), zu Deutsch "Blume der Jugend", nannte. Zu dieser Zeit bestand Korea aus drei Königreichen, Silla, Päktsche und Koguryo sowie dem Imna-Fürstentum.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hwarang hatte neun Ideale: Humanität, Gerechtigkeit, Dankbarkeit, Weisheit, Vertrauen, Güte, Loyalität, Tugend und Mut.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zu den Idealen gesellten sich drei Grundregeln: Weisheit (Me Ji), Menschlichkeit (In) und Mut (Yong).&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;König Chin Hung setzte es sich zum Ziel, die drei Königreiche Silla, Päktsche und Koguryo zu einem Reich zu vereinen. Hierzu benötigte er eine Armee, die von gut ausgebildeten Offizieren geführt wurde. Diese Notwendigkeit stellte auch den Grund dar, dass sich ähnlich der Samurai in Japan in der Hwarang-Jugendorganisation eine Ritter-Kaste herausbildete. Die Ausbildung der Mitglieder bestand neben dem Erlernen religiöser Riten und dem Studium des Buddhismus auch aus dem Einüben der Kung-Jung-Mu-Sul-Techniken, der königlich kriegerischen Kampftechniken. Es bildeten sich schon damals Techniken heraus, die auf hohem kämpferischem Niveau standen und den heutigen koreanischen Kampfkünsten sehr ähnlich waren. Das Vorhaben Chin Hungs endete schließlich erfolgreich; mit Hilfe der Hwarang, geführt von dem General Kim Yoo Shin und chinesischen Verbündeten, gelang es ihm, die drei Königreiche zu einem Reich , Groß-Silla, zu vereinen. Im Jahre 660 n.Chr. unterlag Päktsche und im Jahre 668 n.Chr. wurde schließlich Koguryo bezwungen. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;In den darauffolgenden Jahrhunderten widmeten sich die Koreaner mit unterschiedlicher Intensität den Kampfkünsten. In Folge der Besetzung Koreas durch die Japaner in 1910 wurde die Ausübung von Kampfkünsten verboten, was jedoch nicht verhindern konnte, dass sie im Geheimen weiterhin gepflegt wurde. Nach der Niederlage der Japaner im Zweiten Weltkrieg und dem Abzug der japanischen Truppen wurde Korea im Geheimabkommen zu Jalta 1948 entlang des 38sten Breitengrades nördlicher Breite geteilt. Von 1950-1953 führten Nord- und Südkorea Krieg gegeneinander. Die ideologischen Gegensätze zwischen beiden Staaten, Kommunismus in Nord-Korea (Demokratische Volksrepublik/Choson) und die Westorientierung Süd-Koreas (Republik Korea/Tähan) verfestigten die Teilung. Das totale Ausreiseverbot für die Nord-Koreaner ist auch Grund dafür, dass bisher nur süd-koreanische Kampfsportarten in der Welt Verbreitung fanden.</content>
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    <title>Taekwon Do</title>
    <published>2004-12-08T10:42:18Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:42:18Z</updated>
    <content type="html">Die Lehre des Taekwon Do&lt;br /&gt;taekwon-do jungshin&lt;br /&gt;&lt;br /&gt; &lt;br /&gt;  Taekwon-Do ist eine der koreanischen Kampfkünste. Das Erlernen dieser Kampfsportart setzt ein intensives Studium seiner Techniken und seiner Bewegungen voraus. Aber nicht nur der Kampf als Selbstzweck oder die Selbstverteidigung sind Ziele des Studiums, sondern auch die Schulung des Geistes. Der Grad der Beherrschung dieser Kampfkunst ist durch die verschiedenen Gürtelfarben erkennbar, &lt;br /&gt;&lt;br /&gt; Als Ziele des Taekwon-Do können genannt werden:&lt;br /&gt;physische Ziele:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beweglichkeit &lt;br /&gt;Schnelligkeit (Sok Do) &lt;br /&gt;Kraft &lt;br /&gt;Ausdauer &lt;br /&gt;Koordination &lt;br /&gt;Gleichgewichtssinn (Kyun Hyung) &lt;br /&gt;Kontrolle über den Atem (Ho Hup) &lt;br /&gt;Konzentration (Jip Joong) &lt;br /&gt;charakterliche Ziele:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstsicherheit &lt;br /&gt;Ausloten und Erkennen der eigenen Grenzen &lt;br /&gt;Achtung anderen Menschen gegenüber &lt;br /&gt;Bescheidenheit &lt;br /&gt;innere Ruhe &lt;br /&gt;Nach General Choi Hong Hi kann durch Taekwon-Do erreicht werden:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Höflichkeit - Ye Ui&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Integrität - Yom Chi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Durchhaltevermögen - In Nae&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Selbstdisziplin - Guk Gi&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Unbezwinglichkeit - Beakjul Boolgool</content>
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    <title>hapkido</title>
    <published>2004-12-08T10:39:35Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:39:35Z</updated>
    <content type="html">Was ist Hap-Ki-Do ?&lt;br /&gt;Hap-Ki-Do ist eine der koreanischen Selbstverteidigungskünste, das seinen Anfang bereits vor dem chinesischen Kung-Fu, d.h. vor mehr als 2000 Jahren nahm. Hap-Ki-Do ist eine lebendige Kunst der Selbstverteidigung, ihre Techniken unterliegen ständiger Verfeinerung und sind somit aktuellen Bedürfnissen angepaßt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Hap bedeutet Harmonie zwischen Körper und Geist, Ki ist die Lebensenergie und Do bezeichnet den Trainings- und auch Lebensweg. Eine weit verbreitete Übersetzung ist: der Weg, die Energie in Harmonie mit dem Körper zu bringen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Im Hap-Ki-Do bedient man sich runder, kreisförmiger und geschmeidiger Bewegungen. Anfänger dieser Sportart lenken die Energie des Angreifers ins Leere, Fortgeschrittene lenken die Energie um in Hebel- und Wurfttechniken. Die Angriffsenergie wird umgeleitet und richtet sich letztendlich gegen den Angreifer selbst.&lt;br /&gt;   &lt;br /&gt;  Geschichte des Hapkido   &lt;br /&gt; In der Zeit der japanischen Herrschaft über Korea wurde Choi Yong Sul (1904-1987) im Jahre 1911 im Alter von 7 Jahren von einem japanischen Süßwarenhersteller von Korea mit nach Japan genommen. Choi wurde jedoch bald wieder von ihm verstoßen. Er landete als Bettler auf der Straße und war gezwungen, sich gegen andere Kinder durchzusetzen. Choi besaß zu dieser Zeit bereits eine dermaßen starke Ausstrahlung, dass er die Aufmerksamkeit eines gebildeten Japaners weckte und dieser ihn schließlich adoptierte. Er wurde von seinem Adoptivvater zur Schule geschickt, um eine Ausbildung zu bekommen und die fremde japanische Sprache zu lernen. Choi war allerdings ein außerordentlich lebhaftes Kind, das kein sonderliches Interesse an der Schule zeigte und auch dort viele Auseinandersetzungen mit anderen hatte. Dieses Verhalten führte soweit, dass sein Adoptivvater keinen Ausweg mehr sah und Choi vor die Wahl stellte, entweder die Schule fortzusetzen oder sich ausschließlich den Kampfkünsten zu widmen. Seinem Temperament   &lt;br /&gt;  entsprechend entschied Choi sich für das Kämpfen und besuchte fortan eine Yawara Ryu (Daito Ryu) Schule. Im Erlernen der Kampfkünste war er ein so fleißiger und gelehriger Schüler, dass er über 30 Jahre hinweg bei Meiser Takeda Shogaku lernte. Meister Shogaku unterrichtete unter anderem auch den späteren Aikido-Begründer, Meister Morihei Ueshiba. Als die Niederlage Japans gegen Ende des Zweiten Weltkriegs spürbar wurde, sandte Meister Shogaku seinen Schüler zu Anfang des Jahres 1945 wieder zurück nach Korea. Als der Krieg zu Ende war und die Koreaner das Joch der Unterdrückung abwerfen konnten, war das japanische Yawara nicht sehr angesehen in Korea. Ein Schüler Chois änderte schließlich den japanischen Namen in den koreanischen Namen Yu Kwon Sul, was harte und weiche Kampftechnik bedeutet. Meister Choi verband im Laufe der Jahre die runden Bewegungen des Yawara mit den traditionell harten Techniken des Taekyon, einem Vorläufer des Tae Kwon Do.   &lt;br /&gt; Ji Han Jae (*1936) begann im Jahre 1949 als 13-jähriger bei Meister Choi Yong Sul in der Stadt Tae Ku die Kampfkünste zu erlernen. Bei Choi lernte er nur fünf Jahre und galt dann schon als Meister. 18-jährig im Jahre 1954 erlernte Ji Kurz- und Langstock- sowie Beintechniken bei dem Taoisten Lee. Ji widmete sich ebenfalls über einen Zeitraum von fünf Jahren hinweg mentalen und spirituellen Techniken mit Meditations- und Ki-Übungen, die ihm eine buddhistische Nonne nahe brachte. Im Jahre 1958 eröffnete er als 23-jähriger seine erste Kampfsportschule (Dojang). Aus allen ihm bekannten Kampfkünste filterte er die besten heraus und bezeichnete diesen Stil ab dem 25.07.1958 als Hapkido. Seit diesem Tag besteht ebenfalls das Symbol des fliegenden Adlers. Nach Ablauf von 10 Monaten verlegte Meister Ji seine Schule in die Hauptstadt Südkoreas, nach Seoul. Im Jahre 1961 putschte sich General Park Chung Hee an die Macht. Ab 1966, Ji war mittlerweile Großmeister des Hapkido, war Ji Leibwächter des Putschistengenerals, der inzwischen das Präsidentenamt Südkoreas übernommen hatte. Er avancierte zum Ausbilder der Leibwache des    &lt;br /&gt;  Er avancierte zum Ausbilder der Leibwache des Präsidenten, die ca. 300 Mann betrug, bildete die koreanische Polizei aus, die Militärakademie sowie die Korean-Special-Forces. Am 07.07.1967 erkannte die koreanische Regierung den fliegenden Adler als offizielles Symbol des Hapkido an und registrierte es. Im Jahre 1969 kam Großmeister Ji als Teilnehmer eines Informations-Austauschprogramms zwischen der koreanischen Regierung und dem US-amerikanischen Pentagon in die USA, wo er Leibwächter des damaligen US-Präsidenten Nixon, F.B.I.-Agenten sowie Agenten des O.S.I (Office of Special Investigation Personnel) ausbildete. Während dieses USA-Aufenthaltes lernte er auch Bruce Lee kennen, der von Großmeister Jis Hapkido so beeindruckt war, dass er bei diesem Unterricht nahm. Wegen Bruce Lee hielt sich Ji zwei Jahre in Hong Kong auf und wirkte in dessen Film "Game of death" (Mein letzter Kampf) mit. Im Jahre 1979 wurde der totalitäre koreanische Präsident Park Chung Hee ermordert und dessen Anhänger, so auch Großmeister Ji, verhaftet. Aus der Haft entlassen verließ Ji im Jahre 1984 Korea in Richtung USA mit Zwischenaufenthalt in Deutschland zu einem Besuch seiner Schüler Kim Sou Bong und Song Il Hak. Im gleichen Jahre eröffnete er eine Hapkido-Schule in San Francisco, in der er neben der reinen Kampfkunst auch die alten erlernten mentalen Techniken unterrichtete. Auf Gund derTatsache, dass Hapkido nie einer straffen Organisation unterlag, bildeten sich im Laufe der Zeit viele unterschiedliche gleichwertige Stilrichtungen heraus. "Der Baum wird erst durch die vielen Äste schön."</content>
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    <title>hapkido</title>
    <published>2004-12-08T10:36:14Z</published>
    <updated>2004-12-08T10:36:14Z</updated>
    <content type="html">Hapkido ist eine vielseitige interessante Kampfkunst die aus dem alten Korea stammt.Ich trainiere Hapkido jetzt ca. seit 3 bis 4 jahren.Ich kannte Hapkido vorher gar nicht und hatte meine ersten Erfahrungen im Teakwondo gesammelt.Damals war ich 13jahre alt.Dann kam das Interesse fürs Kick boxen und Thai boxen und ich sammelte meine Erfahrungen in den beiden Sportarten.Irgendwann kam dann der Tag wo ich einen sehr netten Menschen kennen gelernt habe,der mir dann erzählte,das er Hapkido unterrichten würde.Ich war sehr überrascht weil ich dieses nie gehört habe und er lud mich zu seinem Training ein.Ich muß erlich sagen ich war am Anfang sehr skeptisch und nicht sehr überzeugt.Heute kann ich sagen das ich vom Hapkido sehr begeistert bin weil es eine Art vom Kämpfen ist,die sehr vielseitig ist.Ich kann es nur jeden empfehlen weil es vielseitig,interesssant und unausschöpfbar ist.Ich habe dadurch viel gelernt auch fürs tägliche Leben.Wenn ich mir jetzt eine Meinung über Kampfkunst und dem kämpfen bilden würde,muß ich sagen mag ich die ordinaire Art des Kämpfen nicht mehr.Ich möchte Kick boxen nicht verurteilem oder thai.Ich kann nur sagen das mich Hapkido in Sachen Reflexe und logischem denken oder sonstiges viel weiter gebracht hat.Ich behaupte nicht das es das beste ist was es gibt,das ist Schwachsinn und macht mich eher traurig das es viele Meister gibt,mit denen ich mich über Kampfkunst unterhalten habe,die behaupten das ihre Art zu kämpfen das beste ist.Es gibt nichts wo man sagen kann es ist das beste,behaupte ich.Jede Kampfkunst ist interessant,obs die Art zu kämpfen ist oder die Tradition die da hinter steckt.Ich denke jeder sollte seine Erfahrung sammeln und da ist es egal was es ist.Genauso sehr interessant und mit schöner Geschichte ist z.b. auch Kung Fu,Karate,judo,Aikido,Thaiboxen oder Capoeira.Es gibt so viele Arten zu kämpfen die ich aber jetzt nicht alle aufzählen möchte.Sammelt eure Erfahrungen und trainiert viel.Probiert mehrere Sachen aus und findet die goldene Mitte für euch.Aber bitte tut euch und allen anderen den Gefallen mißbraucht es nicht,sondern habt Respekt vor allen Menschen und Meistern den wir es zu verdanken haben,das wir das Glück haben es trainieren zu dürfen.Bitte denkt auch nie das ihr unschlagbar seid oder ihr nichts mehr lernen könnt.Jeder Tag der vergeht ist ein wichtiger Tag,den jeden Tag kann man dazu lernen.Es liegt an jedem selber was man daraus macht und wie gut man ist.</content>
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    <title>kampfclub</title>
    <published>2004-11-26T15:40:10Z</published>
    <updated>2004-11-26T15:40:10Z</updated>
    <content type="html">Dies ist eine community wo jeder seine interessen über Kampfsport reinschreiben kann.Jeder kann über kampfsport erzählen ,beschreiben oder erklären,egal was es ist.ok ich danke euch und wünsche euch viel spaß</content>
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